Was tut man nicht alles...
 
 
... in der Hoffnung, ein vermisstes Tierchen seinen sehnsüchtig wartenden Haltern zurückzubringen.
 
Wir von der Katzen-Hilfe Uelzen beteiligen uns aktuell (November 2018) an einer Kastrationsaktion des Landes Niedersachsen. Also liegen wir regelmäßig mit Lebendfallen auf der Lauer, fangen die herrenlosen Katzen ein und bringen sie zum Tierarzt, wo sie kastriert werden, um das Elend der Streunerkatzen etwas einzudämmen.
 
vermeintlich herrenlose Katze mit ChipDas erste Tier, das uns heute in die Falle ging, war eine schwarz-weiße Katze.
Beim Tierarzt stellte sich schnell heraus, die Kleine war gechippt. Also haben wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um herauszufinden, ob das Tier einen Besitzer hat, der es schmerzlich vermisst, denn registriert (weder beim Tierarzt, noch bei TASSO oder beim dt. Tierschutzbund etc), war sie leider nicht.
 
Über eine Facebook-Bekannte, die sich sehr gut mit Chipnummern und den Herstellern der Chips auskennt, sowie das Internet fanden wir heraus, dass der Chip von einer Schweizer Firma hergestellt wurde. Jetzt war guter Rat teuer, denn keiner von uns kann Schweizerdeutsch oder nicht alle können gut Englisch. Über das Tierschutz-Netzwerk fanden wir jemanden, der diesen Anruf für uns übernehmen konnte, allerdings hatten wir inzwischen von unserer Facebook-Bekannten erfahren, dass die Schweizer Firma auch Chips an die Firma Virbac liefert. Wir haben dort angerufen und natürlich aus Datenschutzgründen keine Auskunft erhalten, an wen der besagte Chip damals ging. Allerdings trafen wir auch dort auf eine mitfühlende Mitarbeiterin, die sich die Mühe machte, für uns beim Empfänger anzurufen und so den Kontakt in umgekehrter Reihenfolge herstellte. Der Chip wurde damals an eine Tierhilfe aus dem Nachbarlandkreis geliefert, die ebenfalls Kastrationsaktionen durchführt. Eine gemeinsame Tierschutzfreundin hatte die Kleine bereits 2012 über die Tierhilfe in einer Kastrationsaktion eingefangen, kastrieren und chippen lassen.
 
Auch wenn wir also den ganzen Tag "für umme" damit verbracht haben, einen Besitzer zu ermitteln und es natürlich traurig stimmt, dass ein so hübscher Schatz kein Zuhause hat, haben wir doch gesehen, dass man eine ganze Menge erreichen kann, wenn man nur um Hilfe bittet. Selbst so etwas unwahrscheinliches, wie eine nicht registrierte Chipnummer zurückzuverfolgen.