Dass Tierschutz oft bedeutet, flexibel einzuspringen, zeigte sich ebenfalls im Oktober. Da das Tierheim Uelzen einen vorübergehenden Aufnahmestopp hatte, wurden wir um Hilfe für einen kleinen Fundkater gebeten. Kurze Zeit später gesellte sich aus demselben Ort noch ein kleines Katzenmädchen dazu. Beide fanden auf unserer Pflegestelle erst einmal einen sicheren Platz.
Natürlich ließen wir beide von uns kastrieren, doch das graugetigerte Mädchen hielt uns dabei ordentlich auf Trab: Mit artistischem Geschick befreite sie sich sowohl von ihrem Halskragen als auch vom Body und zog sich kurzerhand selbst die Fäden. Da mit OP-Wunden nicht zu spaßen ist, machten wir uns sofort auf den Weg in die Tierklinik Lüneburg. Dort wurde die Wunde fachmännisch versorgt und neu vernäht, sodass alles gut verheilen konnte.
Wie ursprünglich mit dem Tierheim abgesprochen, konnten beide Schützlinge dorthin umziehen, sobald wieder Kapazitäten frei waren. Wir freuen uns, dass wir hier so unkompliziert als „Puffer“ aushelfen konnten.