„Ich sehe euch, ihr seht mich nicht… ein Schatten wie ein Geist vielleicht…“ Warum schauen so viele Menschen weg, fühlen sich nicht verantwortlich oder haben eine Scheiß-egal-Einstellung? Okay, manche fühlen sich vielleicht auch überfordert und wissen nicht was sie tun können. Macht es aber auch nicht besser.. Dann sucht bitte Hilfe!
Natürlich werden einige erbost Aufschreien: aber ich habe es DEM Tierschutz gemeldet und die haben nicht reagiert bzw. nicht geholfen…
Dazu sagen wir: DER Tierschutz sind wir alle! Die Vereine arbeiten doch eh schon meist am Limit und haben zu wenig Helfer…
In einem Dorf im Landkreis Uelzen lief seit wahrscheinlich schon 2 Monaten ein Langhaarkater herum, der offensichtlich Hilfe benötigte. Hat ihn wirklich keiner gesehen?
Das Ehepaar, dem sich das fellige „Gespenst“ nur nachts und immer nur auf ihrer Wildtierkamera zeigte, bat uns um Hilfe
Dank deren Engagement und unserer Lebendfalle konnte er endlich gesichert werden. Schon auf der Überwachungskamera war deutlich zu erkennen, dass der arme Schatz Hilfe brauchte. Das traurige Ergebnis beim Tierarzt: hochgradig verfüllt, kleine Wunden, Zecken, Arthrose, Spondylose, alte verwachsene Frakturen. Leider weder kastriert, noch tätowiert. Ein Chip konnte nicht gefunden werden.
Da im Tierheim kein Platz war, nahmen wir in Absprache „Ghost“ in Pflege. Kastriert, gekennzeichnet und tiermedizinisch behandelt, bekam er Physiotherapie beim Tierzentrum Lüneburger Heide. Ghost zeigte sich bei allen von seiner besten Seite. Man spürte und sah deutlich, dass er glücklich war, dass man sich um ihn kümmerte und er einen trockenen Platz, regelmäßig Futter und ganz viel Liebe und Fürsorge bekam. Die Pflegefamilie verliebte sich in ihn und er sich in sie. Ghost wird gesehen, er ist kein Geist mehr und darf als William für immer bleiben.