Im Juli erfuhren wir über eine Facebook-Gruppe von einer in Uelzen vermissten Katze, die von einem leider ungesicherten Balkon aus dem 1. Obergeschoss abgestürzt ist. Die Besitzerin hatte sofort versucht sie einzufangen, aber die Wohnungskatze Schneckchen lief völlig verängstigt weg und versteckte sich im dicht zugewachsenen Gestrüpp.

Ohne Weiteres war dort kein Herankommen möglich. Die Halterin hörte immer mal ein Fauchen im Gebüsch, wenn sie Schneckchen suchte und rief. Zunächst halfen wir mit Fallen aus, die wir mit einer LTE-Wildkamera überwachten (wir hatten ja im Juni bei der Aktion mit Perry gesehen, welche Ausstattung hilfreich sein kann).

Nach ein paar Tagen wurden die Fallen auch an anderen Stellen aufgebaut, da Schneckchen möglicherweise das Gestrüpp inzwischen verlassen haben könnte. Es war kein Fauchen mehr zu hören… Leider gingen immer fremde Katzen oder Igel in die Lebendfallen. Schlafen war für die Besitzerin in diesen Tagen kaum möglich. Ein Rückschnitt des Gestrüppes und Absuchen mit einer Endoskopkamera führte leider auch nicht zum Erfolg. Erst als ein Verwesungsgeruch aus dem Gestrüpp deutlich wahrnehmbar war und wir den Bereich erneut mit der Endoskopkamera absuchten, fanden wir Schneckchen. Leider zu spät. Schneckchen hatte scheinbar zu schwere Verletzungen gehabt, denen sie erlag.

Was genau passiert ist und warum sie nicht heraus kam, wir werden es wohl nie erfahren. Wir hatten alle so sehr auf ein HappyEnd gehofft… Ruhe in Frieden kleines Scneckchen…