Ein Abschied im Schatten von Silvester

 

Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte uns ein Hilferuf aus der Gemeinde Rosche: Die ca. 18-jährige Hofkatze Mietzi war in einem kritischen Zustand. 

Nach dem Tod ihres Besitzers und dem Umzug seiner Frau in ein Pflegeheim lebte Mietzi allein auf dem Hof. Sie wurde zwar täglich gefüttert, jedoch hatte man den Gang zum Tierarzt gescheut.

Wir sicherten die sichtlich entkräftete Katze mit Geduld und Thunfisch und fuhren sofort in die Tierklinik Lüneburg. 

Der Befund war niederschmetternd: Verdacht auf ein bösartiges Plattenepithelkarzinom. In ihrer Maulhöhle hatten sich massive Wucherungen gebildet, das Gewebe war teilweise bereits abgestorben und der Unterkiefer verhärtet. Zudem war Mietzi abgemagert. 

Um ihr weiteres Leid zu ersparen, musste die schwere Entscheidung zur Euthanasie getroffen werden. 
 

Es ist ein bitterer Abschluss für 2025, wenn die einzige Hilfe nur noch die Erlösung ist, weil uns die Nachricht über ihren Zustand erst so spät erreichte.

Wir brachten Mietzi zurück auf den Hof, wo sie am Folgetag vom meldenden Ehepaar begraben werden sollte. Da wir sie auf dem verwaisten Gelände auf keinen Fall ungeschützt den Wildtieren überlassen wollten, kauften wir kurzerhand eine einfache Transportbox für sie.Am Folgetagfand sie ihre letzte Ruhe unterm Apfelbaum.