2023 – ein Jahr, das für viele Menschen und Tiere nicht einfach scheint. Die Vielzahl an Haustieren, die ausgesetzt oder abgegeben wurden zeigt deutlich, dass hier dringend notwendiger Handlungsbedarf besteht. Ob es die Folgen durch die doch sehr krasse Erhöhung der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) vom November 2022 sind oder einfach die Abstumpfung der menschlichen Gesellschaft Schuld ist, wir wissen es nicht. Aber vielleicht sind es auch mehrere Ursachen, die letztendlich dazu führten und führen, dass Tierheime und Tierschutzorganisationen am Limit arbeiten und überall in Deutschland immer und immer wieder Aufnahmestopps verkündet wurden?

Zu viele Samtpfoten für zu wenig Hände – die Vermittlung stockt. Nicht nur bei uns im Verein… Letztendlich brach auch noch das für uns wichtigste Vermittlungsportal weg; unser Account bei Kleinanzeigen (ehemals eBay Kleinanzeigen) wurde gesperrt. Die neuen Richtlinien sind ein absoluter Graus für kleine Vereine wie wir es sind. Die Auflagen können wir gar nicht erfüllen, da wir weder Auslandstierschutz betreiben noch eine tierheimähnliche Einrichtung sind und dadurch auch hierzu erforderliche Dokumente nicht vorlegen können. Wir werden uns neu registrieren müssen. Doch dann sind wir extrem eingeschränkt. Wir dürfen keine Anzeigen von Kitten unter 12 Monate erstellen. Um Vermehrern entgegen zu wirken ist das großartig und absolut begrüßenswert, aber die Kollateralschäden treffen kleine Vereine wie uns.

Wir haben uns deshalb im letzten Jahr auf die Kastrationen herrenloser (Hof-)Katzen konzentriert.

Wir hoffen sehr, dass die Vermittlungen dieses Jahr besser laufen werden, weniger Haustiere ausgesetzt oder abgegeben werden. Aufgeben ist (noch) keine Option – gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist.

In diesem Sinne lasst uns gemeinsam weiterkämpfen – für die Notfellchen! Denn trotz des ganzen Leid und Elends, konnten wir mit eurer Hilfe einigen Katzen helfen.

Januar:
Sieben Sponsoren hatten eine großartige Verlosung geplant und das zu Gunsten unserer Notfellchen

Alle Sieben hatten für diese Verlosung Gewinne aus ihren Shops zusammengestellt und diese insgesamt neun wundervollen Gewinne warteten auf die Verlosung. Tausend Dank an Nantke von Leylahs-Sisalträume. Denn die liebe Nantke hat das Alles organisiert.

Handgefertigt und das mit einer riesigen Portion Liebe war in jedem Gewinner-Paket auch eine XL- Raschelrolle mit dem Logo von uns, der Katzen-Hilfe Uelzen e.V., enthalten.

Wir waren und sind immer noch überwältigt von der ganzen Aktion und mit wie viel liebevoller Hingabe die Sponsoren dabei waren.

Wir sagen DANKE - ein kurzes Wort, aber es kommt von Herzen 

Insgesamt kamen dank dieser großartigen Aktion 1051,50 Euro für unsere Notfellchen zusammen. Ist das nicht phantastisch?

Sieben auf einen Streich/Sponsoren:

--> Leylahs-Sisalträume

--> Filz4Catz

--> Carlyas Schleifenwunder

--> GranataPet

--> Northernlight Scentsy Feelings

--> cats dream

--> Bibos Flauschbande

Danke an alle Beteiligten und herzlichen Glückwunsch an die Gewinner :)


Februar:

Anfang Februar bat man uns im Landkreis Gifhorn um Hilfe.

Kater Molle wurde von einer alten Dame mit Futter versorgt und obwohl Molle sich nicht anfassen ließ, hatte er das Herz der älteren Dame gewonnen. Umso trauriger war sie, als Molle plötzlich nicht mehr kam. Das Futter blieb unberührt...

Dann tauchte Molle nach ca. drei Wochen wieder auf, doch die Freude wurde deutlich getrübt. Molle war in einem völlig desolaten Zustand. Verzweifelt wurden wir um Hilfe gebeten.

Obwohl er sich zuvor nie anfassen ließ, konnte er von uns problemlos gesichert werden. Das zeigte nochmal die Dringlichkeit tierärztlicher Hilfe. So saßen wir am Wochenende im Notdienst in der Tierklinik Lüneburg und hofften, dass es noch nicht zu spät ist.

Das Ausmaß war jedoch erschreckend... Die Pfötchen waren alle geschwollen und entzündet, die Zunge zerfressen, die Augen vereitert und komplett zu. Das Blutbild war eine Katastrophe. :(

Mittlerweile war Molle völlig apathisch... wir entschieden zusammen mit der behandelnden Tierärztin, dass wir ihn gehen lassen. Letztendlich ist auch das Hilfe und manchmal leider der einzig vernünftige Weg...
Engel kommen auf leisen Pfoten, sie sind Freunde, Gefährten und Friedensboten. So sicher wie Hunde bellen und Tauben gurren – So sicher steht fest: Engel schnurren


03. Februar - abends um 18:30 - erreichte uns eine WhatsApp von einer privaten Tierschützerin aus Mecklenburg-Vorpommern, mit der wir immer wieder und gerne zusammenarbeiten. Sandra weiß, dass wir viele Tierschutzkontakte haben und bat uns um Hilfe. Freunde von Sandra, die für sie gerade im Hundetierschutz unterwegs waren, hatten an einem Rastplatz der A9 bei Leipzig zwischen parkenden LKWs ein Kitten gesehen. Leider konnten sie die Kleine nicht sichern, da sie nicht nah genug herankamen und keine Lebendfallen, Boxen etc. dabei hatten.
Sandra rief daraufhin bei einem Katzentierschutzverein in Leipzig an. Doch dort bekam sie die Antwort, dass es im Dunkeln ohnehin nichts bringt. Sorry liebe unbekannte Tierschutzkollegen, das können wir auf Grund unserer langjährigen Erfahrungen nicht bestätigen. Viele Katzen sind gerade in der Dämmerung und nachts unterwegs und leichter mit einer Lebendfalle einzufangen.
Wir baten in der WhatsApp Gruppe "Tierschutz Netzwerk" um Unterstützung. Dort sind viele Tierschützer vertreten. Die Devise in der Gruppe: Gemeinsam statt einsam
Eine Tierschützerin aus der Gruppe bat eine Adoptantin um Hilfe, denn sie wohnt nur 30 Autominuten vom Rastplatz entfernt. Lisa hat zwar keine Lebendfallen, aber mit einer Transportbox und Futter bewaffnet fuhr sie zum Rastplatz. Positiv war, dass sie die Kleine auch sahen, negativ jedoch, dass sie das schwarz-weiße Kitten ohne Falle nicht sichern konnten. Sie kamen nie nah genug heran. Schweren Herzens ließ Lisa etwas Futter da und fuhr nach Hause.
Mittlerweile war es fast 22 Uhr Inzwischen hatte Gisela, ebenfalls eine sehr engagierte Tierschützerin, Kontakt zu Nadine vom Verein Samtpfoten - Tiernothilfe Leipziger Land e.V.  aufgenommen.
Nadine fuhr früh morgens am Folgetag zu dem Rastplatz. Doch es war keine Katze zu sehen... war sie überhaupt noch vor Ort? Hatte jemand sie gesichert oder ist die Katze über die Felder hinterm Rastplatz zum nächsten Wohnort gelaufen? Auf der Autobahn lag sie zumindest Gott sei Dank nirgends...
Eine weitere private Tierschützerin meldete sich an diesem Morgen bei uns. Sie wurde von verschiedenen Menschen auf unseren Hilferuf aufmerksam gemacht. Yvonne hat die Erfahrung, das entsprechende Equipment und wohnt 75 km weit entfernt :( Das sind zwar fast 200 km näher als wir, aber auch kein Katzensprung. Doch Yvonne zögerte keine Sekunde. Während wir schon planten zum Abend selbst die etwa 260 km zu fahren, sagte Yvonne direkt: Ich fahre heute Abend
hin. Auf dem Rastplatz wollte sie sich mit Nadine von den Samtpfoten - Tiernothilfe Leipziger Land e.V. treffen. Der Plan war: sie fangen die Kleine ein und Nadine nimmt sie in ihrem Verein in Pflege auf. Doch der Plan klappt nur, wenn das Kitten auch mitmacht.
Abends um 19:15 Uhr kam Yvonne auf dem Rastplatz an und sah unsere kleine Katze. Erleichterung bei allen Beteiligten, denn nun wussten wir: sie lebt noch!
Keine 15 Minuten später verkündete Yvonne: Ich hab sie!
Yvonne brachte sie zu Nadine. Dort ist die kleine Maunzi, so wurde sie getauft, nun in Sicherheit. Einen Besitzer konnte man nicht ermitteln. Wir sind überwältigt über eine so großartige Zusammenarbeit zwischen vielen Tierschützern.


Im Februar wurden wir in unserem Landkreis um Hilfe für einen humpelnden und nicht kastrierten Streunerkater gebeten, der auch noch eine geschwollene Backe hätte.
Die Falle stand, doch der Kater ließ sich erst mal nicht blicken. Zwei lange Tage passierte gar nichts… doch dann kam die Nachricht von der Finderin: ich hab ihn. 
Natürlich am Sonntag und natürlich nach 21 Uhr 
So kam der brummende Kater, mit dem großen Katerkopf und der geschwollenen Backe erst mal in unsere Notpflegestelle. Montagabend ging es für ihn - wahrscheinlich zum 1. Mal in seinem Leben - in die Tierklinik Lüneburg.
Da er uns Menschen gruselig findet und das auch deutlich zeigt musste er sediert werden.  Dann folgten einige Untersuchungen. Die Tierärztin war super gründlich und nahm sich Zeit für die arme Socke 
Seine Zähne sehen oberflächlich gut aus. Die Backen waren ohne Befund. Kein Eiter beim leichten punktieren. Wahrscheinlich schlicht große Katerbacken. 
Die Vorderpfoten wurden geröntgt. Die Knochen waren alle heil. Nichts war zu sehen.
Unterhalb des Auges hat er eine kleine Verletzung. Das Auge eitert und ist leicht geschwollen. Allerdings ist an Augensalbe nicht zu denken, es sei denn Mensch hängt nicht so sehr an seinem Leben (oder seinen Händen ^^)
Da er ohnehin in Narkose war wurde er spontan kastriert und gechipt.
Seine Finderin richtete ein Krankenlager in ihrem Bad ein und pflegte Sir Wilhelm von Fell, kurz Willi gesund – der Beginn einer vertrauensvollen Freundschaft. 


Liebe heißt manchmal auch gehen lassen
Während wir gerade eine unserer Lebendfallen aktiviert hatten, um einen humpelnden und unkastrierten Streunerkater einzufangen, kam der nächste Notruf. Natürlich hatten wir keine zweite Falle dabei und natürlich waren wir fast eine halbe Stunde von Zuhause entfernt. *seufz*

Der Notruf war allerdings nicht weit weg und so beschlossen wir unser Glück ohne Falle, denn wir hatten noch zwei Umsetzboxen mit im Handgepäck.

Das Einfangen klappte auch leider problemlos. Wieso leider? Ja leider, weil es dem sonst sehr scheuen Kater schlicht nicht gut ging. Wir konnten ihn einfach von seinem Körbchen rausheben und in unsere große Box setzen. 

Die Frau, die sich seit vielen Jahren liebevoll um ihn kümmerte, und wir fuhren in die Tierklinik Lüneburg.

Dort wurde der Schatz untersucht. Das Röntgenbild war kaum lesbar. Die Organe nicht zu erkennen. Er hatte viel Flüssigkeit in seinem kleinen schwachen Körper. Er atmete schwer. Apathisch lag der sonst so wilde kleine Katermann auf dem Behandlungstisch. 

Er war dehydriert und hatte Untertemperatur.

Lange haben wir zu viert beraten. Die Tierärztin ließ sich viel Zeit und drängte auch nicht auf eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die niemandem leicht fiel.
Aber Liebe heißt manchmal auch gehen lassen. Er hatte schlicht kaum noch Kraft…. Es war keine Geldfrage für die Frau, aber sie war untröstlich, denn dadurch das er so scheu war, konnte sie das ganze Ausmaß nicht rechtzeitig erkennen.

 Dann und wann ist nur noch die Erlösung eine Option und die einzige Hilfe, die wir geben können, ist den letzten Gang gemeinsam zu gehen…

 … und die kleine Seele kam am Himmelstor an und Gott fragte sie "Was war das Schönste in deinem Leben?" " Ich wurde geliebt" antwortete Streuner Waschi...



Das Schicksal vieler Hofkatzen...
Um der Kittenwelle entgegen zu wirken, gab es Anfang letzten Jahres wieder Kastrationsaktionen bei uns, unter anderem in einem kleinen Ort der Gemeinde Soltendieck. 

Die Katzen-Hilfe Uelzen e.V. unterstützt - mit der erforderlichen Ausrüstung und ihrer langjährigen Erfahrung - Landwirte beim Einfangen der meist scheuen Hofkatzen, damit diese endlich kastriert und gekennzeichnet werden.

Doch nicht allen Hofkatzen ist mit der Kastration allein geholfen. Häufig kommen noch andere Baustellen ans Licht, denn in der Regel sind diese Katzen das erste Mal in ihrem Leben bei einem Tierarzt. 

Nicht weil sie bisher immer gesund waren, sondern weil viel zu viele Menschen weggucken.

Hofkatzen werden als Mäusefänger gebraucht und bekommen auch durchaus Futter, darüber hinaus werden sie aber häufig sich selbst überlassen.

Eine der Hofkatzen kam wegen des Verdachts auf FIP und ihres Zustands in eine Pflegestelle der Tierhilfe Wolfsburg. Wir starteten einen Spendenaufruf um die damit verbundenen hohen Behandlungskosten bezahlen zu können. Später wurde sie vom Katzentraum e.V. übernommen und ist nun ein bayrisches Catgirl. Ein anderer Hofkater hatte schlimmen Durchfall, war zu dünn und verschnupft. Der süße Schatz hatte Lungenwürmer, Giardien und wurde positiv auf Caliciviren, Mykoplasmen und Bordetella bronchiseptica getestet. Kurz und verständlich: er kam mit schlimmen Schnupfen, Husten und Durchfall zu uns. Die Behandlung war langwierig, aber der Süße machte ganz toll mit...  Jamie, wie seine Pflegemama Natalie ihn liebevoll taufte, lebte noch einige Monate und schlich sich in jedermanns Herzen. Er erholte sich gut, doch ein zweiter Schub nahm ihm alle noch vorhandenen Kräfte und so ließen wir ihn gehen… L
Die Zweite, die nicht kastriert wurde, war eine rote hochtragende Katze. Für sie konnten wir einen Übernahmeverein finden. Die zukünftige Katzenmama durfte dort ein letztes Mal ihre Babys in einer Pflegestelle der Tierhilfe Wolfsburg zur Welt bringen, bevor sie kastriert vermittelt wurde. Insgesamt 15 Hofkatzen haben wir gesichert und dem Tierarzt vorgestellt.
Nur wenn wir alle Katzen und Kater kastrieren hat der Kreislauf des Elends endlich ein Ende an diesem Ort. Dann werden keine weiteren Kitten in das Leben als hilflose Straßen- oder Hofkatze geboren…  

 

März:

Wer erinnert sich noch an Kater Würstchen, den wir vor ca. einem Jahr geholfen haben wieder auf die Pfötchen zu kommen? Er hatte 2022 einen eitrigen Abszess, der erfolgreich behandelt wurde. Der Streuner hatte dieses Jahr erneut riesengroßes Pech, kämpfte er doch mit den Folgen einer Vergiftung durch Rattengift. Doch Katzen haben ja bekanntlich 7 Leben und auch dieses Mal konnte er dank rechtzeitigem Eingreifen gerettet werden.
BITTE nutzt in euren Gärten und Häusern nicht das Gift Alpha Chlorelose, man kann es in jedem Baumarkt kaufen. Katzen, Hunde, Füchse und andere Tiere fressen die vergifteten Mäuse und Ratten. Sie sterben furchtbar elendig und langsam an den Folgen einer Vergiftung. Oftmals findet man viel zu spät raus was der Grund für die Symptome ist und die Tiere können nicht gerettet werden.


Mitte März bat uns eine Tierarztpraxis aus dem Wendland um Hilfe. Eine Katzenhalterin war schier verzweifelt. Ihr Kater Briiie bekam die Diagnose vor wenigen Tagen, die alles ändern sollte: Diabetes
Als wenn das allein für Briiie nicht schlimm genug war, musste er nun sein Zuhause und sein Frauchen verlassen. Warum?
Wir alle - und da schließen wir unsere tierischen Familienmitglieder nicht aus - hoffen doch immer, dass wir einen festen Platz haben, der durch nichts gefährdet ist. Schon gar nicht, nur weil der Körper nicht mehr so funktioniert, wie es mal war. Doch die Realität ist viel zu oft eine andere… Überforderung, ob finanziell, psychisch oder physisch macht sich breit - so auch im Fall von Briiies Frauchen. Diabetes ist wie bei uns Menschen kein Todesurteil, wenn der Blutzuckerspiegel richtig eingestellt ist. Es gibt viele Menschen (großartige Foren und Facebookgruppen), die unterstützend virtuell zur Seite stehen und manchmal findet man dabei sogar vor Ort Gleichgesinnte, die im Notfall auch mal einspringen können.
Briiie musste nun schnellstmöglich umziehen, damit seine neuen Menschen direkt mit der Therapie beginnen konnten. Die Chancen waren verschwindend gering, dass es diesen besonderen Menschen gibt, der sich trotz der Diagnose, der damit anstehenden Folgekosten und der Verantwortung nicht abschrecken lässt.
Doch mit viel herum telefonieren und herumgeschreibsel haben wir nicht nur einen Menschen gefunden, sondern gleich eine ganze Horde: ein Übernahmeverein, die Arche KaNaum e.V., die auch bereits Erfahrungen mit Diabetes bei Katzen hat, nahmen den Seniorkater auf und gaben ihm einen Platz in ihrem Katzenhaus und ihrem Herzen.


Du kannst nicht alle retten….

Ein Satz, der immer wieder so schwer auf unserer Seele liegt…
Bei unseren Fangaktionen sehen wir in die Augen der Tiere. Angst, Schmerzen, Scheu vor dem Menschen blicken uns oft entgegen…
Wir würden sie so gerne alle retten, sie alle beschützen, allen zeigen, dass das Leben auch gut sein kann. Aber das übersteigt unsere Kapazitäten, es bricht einem nicht selten das Herz.

Aber immer mal wieder gibt es so Seelchen, da kann man nicht anders als völlig verzweifelt nach dem Strohhalm zu greifen, das Unmögliche versuchen und doch irgendwie möglich zu machen.

Im März 23 war wieder so ein Tag. Man bat uns um Hilfe beim Einfangen und Kastrieren von vier Katzen in einem Reitstall. Innerhalb von 20 Minuten hatten wir alle gesichert. Eine davon ist kleinwüchsig, ihr junger Körper ist deformiert, sie hat kaum Zähne… was genau ist hier los? Wir wissen es noch nicht.

Ist es Inzucht oder ein zufälliger Gendefekt? Ein Infekt oder was schlimmeres? All das ist noch unbeantwortet. Aber eines war direkt klar – wir wollen versuchen dieses kleine Seelchen sicher unterzubringen, sie soll nicht zurück auf die Straße wo alle anderen stärker sind.

Wir schrieben und riefen überall an und suchten nach freien Stellen, Vereine oder private Tierschützer, die helfen können. Dann das Wunder: Anne hatte eine freie Stelle. Sie nahm das

kleine Häufchen Elend auf. Dank unseres Spendenaufrufes konnte Anne auch die ersten Tierarztrechnungen bezahlen. Etwas Futter und Streu konnten wir ihr auch dank lieber Spender zukommen lassen.

Die anderen drei Hofkatzen konnten kastriert, gechipt und registriert auf den Hof zurück und werden vor Ort weiter versorgt. Die Kastrationskosten übernahm die Tiernothilfe Nord e.V., während wir die Chips spendeten. Gemeinsam statt einsam!


April:

Im Nordkreis Gifhorn, nahe der B4 und L280 zwischen 29365 Hagen und Sprakensehl, hatte jemand vermutlich am 02.04. eine geschorene Langhaarkatze im Wald ausgesetzt. Eine neue aber benutzte Haustier-Transporttasche befand sich etwas abseits vom Waldweg. Eine junge Frau hatte kurz danach die Katze am Wegesrand bemerkt, aber wusste nichts von der Transporttasche im Wald und konnte die Katze somit nicht direkt sichern. Seither wurde die Langhaarkatze nicht wieder gesichtet. Unermüdlich suchten wir im Wald und nahegelegenem Ort. Wir gingen von Tür zu Tür und sprachen mit den Anwohnern, gaben unsere Visitenkarten und baten darum, dass alle die Augen und Ohren aufhalten. Helfer verteilten die von uns erstellten Suchflyer. Eine Futterstelle wurde errichtet. Wir informierten die zuständige Polizeidienststelle und den Tierschutz Isenhagener Land. Sogar News38 berichtete davon und bat um Hilfe. Doch Sichtungen gab es keine, das Futter blieb unberührt... Wo war die Langhaarkatze? Lebte sie noch?
Dann bekamen wir am 21. April um kurz nach 7 Uhr eine WhatsApp Nachricht von einem Anwohner. Er fütterte seine Katzen auf der Terrasse und sah wie sich die Langhaarkatze daran bediente. Etwa 3 Stunden später waren wir vor Ort, stellten eine Lebendfalle auf und suchten. Stundenlang irrten wir umher, doch nichts.
Kurz nach 20 Uhr aktivierten wir Wildtierkameras auf dem Grundstück. Währenddessen nahmen wir eine Bewegung im Gebüsch war. Wir konnten unseren Augen kaum trauen als wir den bildhübschen Kater sahen, den wir zuvor nur von Fotos her kannten. Er war es! Der Thunfisch reizte ihn weniger, aber unsere Stimmen lockten ihn. Dann ein zaghafter Stups an unseren Fingern um doch wieder zwei, drei Schritte von uns wegzugehen. Doch voller Sehnsucht kam er wieder zurück. Dann ging alles sehr schnell. Nackengriff und ab in die bereit stehende Box – wir hatten ihn! Unsere Beine zitterten, die Anspannung war doch sehr groß gewesen… Der Kater kam auf eine Pflegestelle von uns. Er und auch wir waren einfach nur glücklich! Es gab scheinbar viel Aufholbedarf, denn mit seinen Menschen kuscheln war das Schönste für ihn. J
Mit viel Detektivarbeit und Recherche konnten wir sogar diejenigen finden, die den armen Schatz sich selbst überlassen haben, ausgesetzt im Wald bei nächtlichen Minusgraden. Selbstverständlich haben wir diese abscheuliche Tat zur Anzeige gebracht!

Anfang April meldete sich eine Frau aus der Gemeinde Rosche in unserem Landkreis. Den Dorfnamen mussten wir tatsächlich erst einmal googlen. :D 

Vor einigen Jahren kam er als Kitten in der Motorhaube eines Autos als blinder Passagier ins Dorf. Wie so oft im Leben fand sich jemand, der es gut meinte und ihm Futter anbot. Das ist wichtig und richtig, jedoch ist auch die Kastration ein wichtiger Teil der Fürsorge. 

Eine andere Anwohnerin nahm dies nun endlich in die Hand und bat uns um finanzielle Unterstützung. Gesagt, getan, denn unsere Devise ist: Gemeinsam statt einsam. So sammelte sie vor Ort für die Kastration, den Rest übernahmen wir dank unserer lieben Spender.

Obwohl die Anwohnerin bereits eine Lebendfalle von einem Nachbarn ausgeliehen und den Kater sogar damit schon vertraut gemacht hatte,  brachten wir eine unserer Fallen vorbei, die ein wenig anders gebaut ist und sicherer war. Dank der großartigen Vorarbeit vor Ort konnte der Kater auch rechtzeitig zu seinem Termin eingefangen werden. Doch plötzlich gab es ein weiteres Problem. Die Anwohnerin erreichte unseren sonst sehr engagierten Tierarztarzt nicht. Dessen Frau wollte sich zurück melden, doch irgendwie war an diesem Tag der Wurm drinnen. Ratlos suchten wir eine Lösung und fanden sie: Eine Tierarztpraxis in Hitzacker, mit der wir bereits in der Vergangenheit das eine oder andere Mal zusammengearbeitet haben, war spontan und half. Der Kater bekam seine Bommel ab und durfte ein paar Gramm leichter wieder zurück nach Hause. Gechipt, kastriert und auch tätowiert, darf er nun weiterhin seine Arbeit als Mäusefänger in dem kleinen Dörfchen verrichten. 



Anfang/Mitte April bekamen wir einen Hilferuf aus der Gemeinde Ebstorf. In einem Pferdestall hat sich ein hübscher, aber scheuer Grautiger eingenistet und war der Meinung: hier bin ich, hier bleib ich :D
Die Menschen hatten nichts gegen den fleißigen Mäusefänger, aber sie machten sich Sorgen, denn erstens war er offensichtlich nicht kastriert und zweitens humpelte er. Natürlich bekam der neue tierische Mitarbeiter auch Futter, doch man war sich bewusst, dass es damit allein nicht getan ist. Zumal in Ebstorf-Bevensen die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger besteht. 

So meldeten sie sich bei uns. Dank unserer Fallen und auch dank der großartigen Mitarbeit vor Ort (Anfüttern  in der Falle etc.) klappte es wie am Schnürchen. Phantom, wie er vor Ort liebevoll genannt wird, ging artig einen Tag vor seinem Tierarzttermin in die aktivierte Falle. So konnte er am nächsten Morgen nüchtern kastriert und untersucht werden. Dabei kam heraus, dass er vor längerer Zeit wohl mal einen Unfall hatte. Davon hatte er ein Trauma. Ein Zahn war dabei auch kaputt gegangen. Dieser wurde entfernt. Er wurde behandelt und kastriert. 
Zurück auf seinem Hof darf er nun weiter seine Arbeit als staatlich geprüfter Mäusefänger nachgehen - hoffentlich noch viele viele Jahre ♥ 


Mai:
Seit 11 Jahren lebten Cosmo, Bailey und Krilin zusammen in ihrem Zuhause - doch Mitte März bekamen wir die Nachricht, die kein Tierschutzverein gerne hört. Sie müssen alle weg! Alle drei verlieren ihr Zuhause und müssen ihren geliebten Menschen unverschuldet verlassen. Häufig werden Allergien als Abgabegrund vorgeschoben, jedoch nicht in diesem Fall. Die Halterin hat vergeblich alles ihr menschenmögliche versucht um die Allergie in den Griff zu bekommen… Für Cosmo und Krilin fanden wir kurzfristig einen Übernahmeverein. Die Katzenfreunde Bissendorf e.V. nahmen die zwei spontan auf. Baileys ehemalige Pflegemama zögerte nicht und gab ihm ein Zuhause. Sie holte ihn und die anderen Beiden persönlich ab. Weit über 1000km – alles für die Katz´. So traurig wir anfangs über die Abgabe waren, umso dankbarer - aber auch wütend und entsetzt - waren wir als wir von den Zuständen des ehemaligen Zuhause und auch von Baileys Gesundheitszustand erfuhren. Sein Fell war stumpf und schuppig, er hatte zwei Tumore an den Milchleisten, einen Tumor in der Milz, die Zähne waren entzündet. Als wäre das ALLES nicht schon schlimm genug, wurde auch noch eine chronische Nierenerkrankung bei ihm diagnostiziert. Wir haben mittlerweile berechtigte Zweifel, dass die drei in den letzten Jahren überhaupt mal einem Tierarzt vorgestellt wurden. Auf unsere Nachfrage und auch Bitte an der Beteiligung der immensen Tierarztkosten (Entfernung der Tumore etc.) haben wir nie eine Reaktion bekommen. Wenn man merkt, dass man physisch, psychisch oder finanziell an seine Grenzen kommt, dann reizt diese Grenzen nicht aus. Suche dir Hilfe und ja, zur Not gib deine Tiere ab, denn: Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Antoine de Saint-Exupéry
Übernimm Verantwortung und handel!


Bei einem Besuch in Mecklenburg Vorpommern sahen wir beim Spaziergang einige Katzen. Die Vermutung lag nahe, dass sie nicht kastriert sind und so boten wir dort unsere Hilfe an. Anfangs skeptisch war man dann doch sehr dankbar über unsere Hilfe. Insgesamt 12 Katzen konnten gesichert werden. Während 10 kastriert, gechipt und tätowiert zurück konnten, waren zwei von ihnen bereits hochtragend, so dass die Kastration für uns nicht mehr in Frage kam. Diese zwei Katzen durften ein letztes Mal ihre Babys bekommen, jedoch geschützt im warmen und sicheren Stübchen, des Waldtierheims Celle. Doch auch die besten Voraussetzungen sind keine Garantie. Eine der beiden bekam drei nicht lebensfähige Kitten, die andere zwei Kitten, die hoffentlich groß und stark werden.


Mitte Mai bekamen wir eine WhatsApp von dem Reitstall wo wir bereits im März vier Katzen eingefangen hatten. Viele Worte bedarf es nicht. Die Fotos waren ausreichend. Vier Kitten lagen zusammengerollt im Stroh in einer Pferdebox. Kein gut durchdachter Platz, den sich die Mama da ausgesucht hatte. Knapp über eine Stunde später waren wir vor Ort. Holger hatte einen freien Tag. Man hat ja sonst nichts zu tun :D
Als wir ankamen lagen leider nur noch zwei Kitten in der Pferdebox. Da sie noch zu klein zum weglaufen sind, war uns sofort klar: die Mama hatte die anderen Beiden anderweitig versteckt. Die Reitstallbesitzerin wusste aber, dass sich die Mama meist auf dem Dachboden aufhielt. Wir sicherten die zwei Kitten und stellten eine Falle in der Pferdebox auf. Die Box mit den Kitten stellten wir hinter die Falle. Doch nichts passierte… Die Mutter dachte nicht daran ihre zwei Kitten noch zu holen… So gaben wir nach über eine Stunde vergeblichen Wartens auf und holten eine 2. Lebendfalle, die wir auf den Dachboden brachten. Kein Leichtes Unterfangen mit einer Falle eine Holzleiter hochzukommen.
Oben aktivierten wir die Falle und gingen leise wieder. Während Holger im Auto wartete, blieb Mel eine Etage tiefer vom Dachboden und lauschte. Und ja, plötzlich ertönte unser so innig geliebtes Geräusch: Die Falle schlug zu! Die Mama war drinnen. Da wir wussten wo sie sich zuvor aufhielt, krabbelte Holger nun durch Spinnengewebe zwischen Strohballen und schräger Dachwand zu den Kitten. Er pflückte beide aus ihrem Nestchen und wir setzten sie in die Box zu ihren Geschwistern.
Noch am gleichen Tag brachten wir die kleine Familie zusammen mit den zwei hochtragenden Katzen aus Mecklenburg Vorpommern in das Waldtierheim Celle, die alle sieben Katzen aufnahmen. Ein dickes Dankeschön dafür.


Könnt ihr euch erinnern an die Spendenaktion der Uhlenstones ? Wir hatten im Februar darüber berichtet, dass dort wunderbar kreative Menschen Steine bemalen und gegen Spenden für einen guten Zweck weggeben. Dieser gute Zweck waren jetzt wir die Katzen-Hilfe Uelzen e.V., bzw. unsere Streuner im Landkreis Uelzen.
Kleine, große, unterschiedlichste Kunstwerke auf Stein gemalt. Manche mit Humor, manche mit motivierenden Zitaten, andere einfach „nur“ wunderschön.
Die Aktion ging bis Ostern und jetzt gab es einen Übergabetermin für die unglaubliche Spendensumme von ????.???????????? ????????????????
Wir sind so bewegt, es ist schwer in Worte zu fassen. Im Namen der Katzen sind wir dankbar für jeden einzelnen Euro der Spender, dankbar für die Liebe und Zeit die investiert wird von den Künstlern, dankbar für die Organisation zugunsten guter Zwecke im Landkreis Uelzen.
Wir möchten uns nochmal ganz lieb bedanken.


Juni:
Es ist nicht „nur ein Tier“...

Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger in Niedersachsen ist beschlossen! (Die AfD enthielt sich)

Noch nicht perfekt ausgereift, aber ein wichtiger und richtiger Schritt für die unzähligen unkastrierten Katzen…

https://plenartv.de/videocutter?meeting=2023-06-21&TOP=26..



Juli:
Wir (Mel und Holger) waren gerade auf dem Weg zu einem Vorbesuch in einem kleinen Dorf bei 17111 Hohenmocker, als telefonisch ein Hilferuf aus Plau am See uns erreichte.

Eine Frau aus dem Landkreis Uelzen hatte dort auf dem Parkplatz eines Krankenhauses gesehen, dass zwei Kitten in dem Motorraum eines parkenden Autos krabbelten.

Die Verwaltung des Krankenhauses wurde informiert und ein Zettel an der Windschutzscheibe für den Autohalter befestigt.

Zudem schickte die Anruferin per WhatsApp Fotos vom Auto und ein Video von der Lage unterm Auto an uns.

Wir versprachen, dass wir versuchen jemanden vor Ort zu finden, der helfen kann.

Über unsere Kontakte auf Facebook und einem Facebookbeitrag suchten wir vergeblich nach Tierschützern vor Ort, die den Kitten helfen.

Ein Tierheim in Plau am See gab es nicht mehr - die Telefonnummern waren nicht mehr vergeben.

Wir baten bei unserer Suche verzweifelt um Hilfe in der WhatsApp Gruppe „Tierschutz Netzwerk“. Die Tierschützer in dieser Gruppe zögerten nicht und nutzten ihre Kontakte, die wiederum ihre Kontakte durchsuchten.

Über Dritte bekamen wir den privaten Kontakt von der Chefin des Tierheims in Malchow. Diese sagte zu, dass wir die Kitten bringen dürften.

Wir schauten auf dem Routenplaner, wie weit Plau am See von unserem Standort entfernt war - ca. 50 Minuten Fahrt „nur“.

Nach kurzer Rücksprache mit den Interessenten, änderten wir im Navi kurzerhand unser Ziel.

Dann riefen wir die Polizeidienststelle in Plau am See an und erklärten die Situation. Das einzige was die Polizei an Hilfe anbieten konnte war, der Klinik Informationen über den Fahrzeughalter zu übermitteln.

50 quälendlange Minuten später fuhren wir auf den Parkplatz und fanden schnell das Auto. Wir parkten gegenüber. Thunfisch, Umsetzbox und Decken hatten wir dabei. Wir legten uns auf die von uns ausgebreiteten Decken neben das besagte Auto und mauzten. Und tatsächlich: ein Kitten saß unterm Auto, krabbelte jedoch zurück in den Motorraum. Von dort aus schauten uns winzige Knopfaugen neugierig aber ängstlich an. Der Thunfischduft lockte sie aber wieder heraus. Sobald unsere Hände näher kamen flüchteten sie wieder in den Motorraum.

Mit einer Thunfischspur versuchten wir Beide zu uns zu locken.

Zwischendurch hat uns eine Frau ihre Hilfe angeboten. Wir befürchten wir haben die Gute ziemlich schroff abgewiesen. Sollte sie dies lesen: wir bitten um Entschuldigung! Wir waren gerade im Kittenstress

Dank des Hungers der Kleinen und unserem unwiderstehlichen Thunfischs konnte Holger ein Kitten sichern.

Das zweite Kitten flüchtete danach unter andere Autos. Letztendlich konnte Holger auch dieses erfolgreich sichern - unter unserem eigenen Auto.

Der Verwaltung vom Krankenhaus gaben wir Bescheid. Die Fahrzeughalterin kam völlig perplex noch mit zu ihrem Auto und gemeinsam guckten wir noch nach weiteren Katzen im Motorraum. Jedoch war nichts mehr zu hören und zu sehen.

Die zwei gesicherten Kitten gaben wir erst einmal in die Obhut vom Tierheim Malchow. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten

Bei uns im Landkreis auf einem Reiterhof hatte eine Mutterkatze ihre Babys zur Welt gebracht. Die kleinen waren scheu und ließen sich nur selten blicken. Den vermeintlichen Papa und die Mama konnten wir mit den Fallen sichern und zur Kastration bringen. Bei den Kleinen brauchten wir etwas mehr Geduld, die sich aber bezahlbar machte. Vormittags kam die Meldung, dass beide in der Falle sitzen. Damit sie nicht bis zum Abend in der Falle sitzen mussten, fragten wir bei Ela (aktives Vereinsmitglied), ob sie helfen kann. Ela fackelte nicht lange und kam aus dem Landkreis Gifhorn und gemeinsam fuhren wir mit den Kitten ins Waldtierheim Celle, die die Kitten aufnehmen konnten. Viel Fahrerei = strahlende Katzenaugen J Zwei Tage später ging überraschenderweise ein drittes Kitten in die Falle. Vorher hatten die Bewohner immer nur zwei Kitten wahrgenommen. Auch dritte Katzenkind durften wir ins Waldtierheim nach Celle bringen. Wie heißt es bekanntlich so schön? Alle guten Dinge sind drei J

Ende Juli bat uns eine Frau aus dem Altmarkkreis Salzwedel um Hilfe. Einer befreundeten Familie war das Katzenproblem über den Kopf gewachsen. Gesundheitliche Sorgen kamen hinzu und so fragte sie uns, ob wir die Katzen aufnehmen könnten. Da wir selbst oft kaum freie Plätze haben mussten wir verneinen. Jedoch baten wir unsere Unterstützung bei der Suche nach freien Tierschutzplätzen an. Das Waldtierheim Celle hatte Platz im Heim und Herz und sagte sofort und ohne Umstände zu.
So konnten an einem Tag acht Katzen (5 Jungkatzen/Kitten und 3 ausgewachsene Katzen) gesichert und in deren Obhut übergeben werden. Leider fehlte noch ein Kitten mit einer Kopfschiefhaltung. Doch am Samstagmorgen saß statt dem Kitten eine ausgewachsene Katze in der Falle. Auf Grund des Wochenendes musste nun eine Notfalllösung her. Nancy von dem Tierschutzverein Pfotenhilfe e.V. bot spontan ihre Garage zum Zwischenparken der Katze an. Die eifrige Freundin der Familie brachte die Falle zu Nancy. Dabei geschah das Unglück: als sie die Falle bei Nancy abstellte, konnte die Katze daraus entwischen. Wie das passieren konnte weiß keiner! Leider hatte die Frau kein Foto von der Katze gemacht. Wir weisen eindringlich vor jeder Fangaktion auf die Wichtigkeit von Fotos hin. Wir benötigen von jeder Katze mindestens ein Foto für unsere Bestandslisten, aber auch für genau solche tragischen Unglücke. Leider konnten wir bei unserer Suche somit kein Foto dieser Katze zeigen. Wir hoffen sehr, dass die Katze wieder in ihr Revier zurück gefunden hat.


In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf lebt eine tierliebe Familie. Das Ehepaar hat selbst keine Tiere mehr, allerdings kümmerten sie sich liebevoll um einen Streunerkater und eine zugelaufene hochtragende Katze. Für die Katze suchten wir mit Erfolg einen Übernahmeverein, wo sie ein letztes Mal vor der Kastration ihre Babys in Sicherheit zur Welt bringen kann. Da der Kater erst am späten Abend in die Falle ging, war die Abholung von uns erst für den nächsten Tag angedacht. Solange stellte der Mann die Falle mit dem Kater in den Schuppen. Früh am nächsten Morgen kam dann leider die Meldung, dass die Falle leer ist. Kein Kater war zu sehen. Es ist unmöglich, dass der Kater sich alleine aus der Falle befreien konnte. Wir sind aber überzeugt, dass nur eine falsche Handhabung im Gebrauch mit der Falle dazu führen kann oder irgendjemand den Kater absichtlich raus gelassen hat. Da bereits bei der Aktion in Salzwedel wenige Tage zuvor auch eine Katze aus eine der Fallen entkommen konnte, war für uns klar: Entweder fangen wir zukünftig selbst ein oder wir müssen eine Sicherung für die Fallen bauen, die zumindest anderen Menschen den Umgang mit der Falle erleichtert. Letzteres setzten wir einige Tage später direkt um. Wir hoffen sehr, dass in der Zukunft solche Missgeschicke nicht wieder passieren. Der ausgebüchste Kater war zumindest in seinem gewohnten Revier und konnte einige Zeit später erfolgreich von dem Ehepaar gesichert und zur Kastration gebracht werden.
Die vermeintlich hochtragende Katze hatte mittlerweile geworfen. Da wir nicht wussten, wo sie ihre Babys versteckte, mussten wir mit dem Einfangen warten. Ende August war es soweit. Die Mutter brachte ihre drei Kitten mit zum Futterplatz in den Garten. Anfang September konnten wir das Trio endlich sichern und sogar einen Übernahmeverein finden. Die drei kamen nach Berlin zu den Samtpfoten Neukölln e.V.. Ein großes Dankeschön an das gesamte Tierschutzteam und Sabine, die ein langes Stück der Strecke auf sich genommen hat, damit die Katzenbande sicher dort ankam. Einen Tag nachdem wir die Kitten eingefangen hatten, ging auch die Mama in die Falle und konnte endlich kastriert, gechipt und tätowiert werden.



August:

In der Gemeinde Suderburg bat uns jemand um Hilfe für eine geübte und sogar gern gesehene jedoch unkastrierte Mäusefängerin auf einem Hof. Sie war leider scheu gegenüber Menschen und ohne Lebendfalle war ein Einfangen aussichtslos. Zudem war sie eine Mama. 5 kleine Babys hatte der Landwirt entdeckt. So machten wir uns auf den Weg: im Gepäck unsere Lebendfallen und Thunfisch. Vor Ort fanden wir die Kitten schnell dank der guten Ortsbeschreibung. Die Kleinen kamen in die Umsetzbox hinter die Falle. Dann war warten angesagt, das übliche Prozedere und durchaus unspannend :D
Einen Platz bzw. Übernahmeverein hatten wir für die Babys bereits gefunden. Der Plan: Mama darf die Kitten noch aufziehen und kommt später kastriert zurück zum Hof, während die Kitten eine Chance auf Vermittlung bekommen sollten.
6 Stunden später waren alle Fallen noch immer offen. Die Mama ließ sich nur anfangs kurz blicken, danach nicht mehr. Zwischendurch fuhren wir nach Hause, denn auch wir müssen ja mal auf die Toilette… :D Auf dem Weg sahen wir Schafe an der Landstraße nahe einem Haus grasen. Nur leider auf der falschen Seite des Zaunes. Ich schrieb jemanden aus dem Ort an und schickte ihr ein Foto der Schafe vor dem Haus. Sie wusste wem die Schafe gehören und gab dort Bescheid. Auf dem Rückweg waren keine Schafe mehr zu sehen. J Auf dem Hof hatte sich indes nichts getan. Alle Fallen waren noch offen. So brachten wir die 5 Kleinen erst mal in ihre Pflegestelle der Tiernothilfe Nord e.V., wo sie versorgt wurden. Die Lebendfallen ließen wir aktiviert zurück. Knapp zwei Stunden später und einen beinahe Zusammenstoß mit einer Katze und unserem Auto waren wir zurück. Tatsächlich war die Mama mittlerweile in der Falle und wartete auf uns… naja oder auch nicht :D Um kurz nach Mitternacht fuhren wir erneut zur Pflegestelle, dieses Mal mit der Mama. Die kleinen konnten somit die Nacht bei ihrer Mama verbringen und die Pflegemama hatte weniger zu tun J Für uns ging es dann totmüde aber glücklich auf den Heimweg. Es ist einfach immer ein unsagbar schönes Gefühl, wenn eine Aktion erledigt ist und den Katzen geholfen wird.

 


Letztes Jahr hatten wir das große Glück gehabt und konnten so manche Kitten und hochtragende Katzen unter anderem in das Waldtierheim Celle bringen. Die Mitarbeiter helfen Katzen in Not - egal ob sie aus dem Landkreis Uelzen oder sogar aus Sachsen Anhalt kommen. Sie sind eines der Tierheime, die uns nicht wegschicken mit den Worten: da sind wir nicht zuständig! Nein, sie helfen einfach!

So wurden wir auch an einem Augustabend wieder freundlich und nicht genervt begrüßt

Jemand hatte uns Tage zuvor in Salzwedel um Hilfe gebeten. Eine tierliebe ältere Dame versorgt in ihrem Garten so manche Katze. Bisher hatte sie immer alle vorbildlich kastrieren lassen. Die neu hinzukommenden Mamas samt Nachwuchs und der unkastrierte Kater überstiegen ihre Kräfte und so war sie dankbar und froh das wir unsere Hilfe anboten.

Wir konnten eine Mama und ihre 4 etwa 12 Wochen junge Kitten sichern sowie eine weitere Mama. Der Regen erschwerte zwar einiges, unter anderem z.B. die Sicht bei Mel (Brillenträger verstehen das: Brille nass und beschlagen ). Aber alles in Allem war es erfolgreich.

Die vier gesicherten Kitten durften wir abends zum Verein aktiver Tierfreunde e.V bringen. Außerhalb deren Öffnungszeiten bei Wind standen wir dann erschöpft vor deren Tor.

Die vier Kitten kamen in die Quarantäne und freuten sich wieder zusammen zu sein. Danke dafür…

Zwei Tage später waren wir erneut in Salzwedel, dieses Mal aber gegenüber auf dem Grundstück. Denn dort vermuteten wir die Kitten der anderen Mama. Wir hatten tatkräftige Unterstützung dabei. Ela aus Hankensbüttel holte Mel mit Equipment aus Wrestedt ab und gemeinsam machten sie sich auf den Weg nach Salzwedel. Die ältere Dame von gegenüber hatte ihrem Nachbarn Bescheid gegeben und so konnten wir direkt die Fallen auf dem riesigen Grundstück verteilt aufstellen. Wir hatten bereits eine private Tierschützerin gefunden, die die vier Kitten übernehmen und vermitteln wollte. Sie wollte die Kleinen bei Fangerfolg im Wendland bei Walburga (aktives Vereinsmitglied) abholen. Die beiden tierlieben und engagierten Salzwedler Katharina und Stefan erklärten sich spontan bereit die Kitten ins Wendland zu fahren. Tja, nun fehlte nur noch eines: die Kitten
Innerhalb von knapp zwei Stunden konnten wir drei Katzen sichern. Jedoch waren wir sicher, dass noch ein viertes Kitten sich vor uns versteckte. Die Zeit verging und um kurz nach 20 Uhr telefonierte Mel mit allen Helfern/Fahrern und bat um Verlängerung. Alle waren einverstanden und drückten die Daumen. Um kurz nach 21 Uhr hatten wir endlich Erfolg. Die kleine schwarze Schönheit saß wenig begeistert in der Falle. Wir hatten sie! Überglücklich gaben wir allen Bescheid…
Die ältere Dame freute sich mit uns, während wir alles zusammenpackten und auf Katharina und Stefan warteten. Plötzlich vernahm Mel ein knisterndes Geräusch. Sie wandte sich an die Dame und fragte, ob sie zufällig gerade am Kochen war. Die Dame erschrak, denn ihr war in der ganzen Aufregung entfallen, dass sie in der Tat noch den Herd anhatte. Gemeinsam liefen sie ins Haus und hoch in die Küche. Es qualmte doll und stank verbrannt. Ela, die draußen am Auto stand, hielt ihr Handy in der Hand, bereit um die Feuerwehr anzurufen. Mel schnappte sich derweil den Stiltopf und hielt ihn aus dem offenen Fenster. Die Dame schaltete den Herd ab. Alles war nochmal gut ausgegangen. Der Qualm verzog sich nach und nach. Das Fleisch für die Streunerkatzen war zwar verbrannt und nicht mehr genießbar, aber wir konnten ein größeres Unglück verhindern. Kurz danach ging die Fahrt für die vier Katzen los. Ela und Mel fuhren nach Hause, erschöpft und dennoch glücklich.

 

Mitte Juli hatten wir bei einem Spaziergang durch ein kleines Dörfchen im Wendland eine kleine Katzenfamilie auf einem Hof entdeckt. Spontan baten wir dem Landwirt unsere Hilfe auch. Der junge Herr war nicht abgeneigt aber bat uns um etwas Zeit, da er dies vorab mit seinen Eltern besprechen wollte. Anfang August war es dann soweit. Laut dem Landwirt waren nur noch zwei Kitten und die Mama auf dem Hof, die dritte Kleine war verschwunden. Wir verteilten die Lebendfallen auf dem Hof und im Kuhstall. Es ist herrlich, wenn eine Aktion mal richtig gut klappt. Wir konnten nicht nur direkt an diesem Tag die zwei Kitten und die Mama sichern, auch dass vermisste Katzenjunge war noch auf dem Hof und ging in eine der Fallen. Nach der Kastration blieben sie noch ein paar Tage in unsere Notpflegestelle. Der Landwirt sehnte den Tag herbei als seine vier Mäusefänger wohlbehalten, kastriert und gekennzeichnet zurück kamen, denn in deren Abwesenheit zeigte sich die Wichtigkeit der kleinen Katzenfamilie. Die Stare hinterließen ihren Kot wirklich überall im und um den Stall herum. Wieder zurück auf dem Hof nahmen die drei ihre wichtige Arbeit wieder auf und wir sind sicher: man wird sie vor Ort noch mehr lieben als zuvor J


September:
Am 03.09. hatten wir einen Info- und Verkaufsstand im Waldtierheim Celle vom Verein aktiver Tierfreunde e.V.

Es war großartig altbekannte Gesichter, neue Menschen und Menschen, die wir vorher nur virtuell kannten, kennenzulernen.

Es gab interessante, humorvolle und leider auch traurige Gespräche mit anderen Katzenfreunden.

Natürlich konnten wir auch etwas unsere Tierschutzkasse füllen.

Großartig war auch, dass wir ganz spontan noch Sachspenden zum Verkauf bekamen. Danke an Jenny Sperber aus Ebstorf für die wundervollen kleinen Figürchen und ihrem Lebensgefährten Andreas Niebuhr, für den Honig aus eigener Herstellung, sowie Pawcord by Franzi für die Katzenspielsachen. Auch ein riesiges Dankeschön an Daniele Klinger für die schön bemalten Steine etc.

Ein weiteres danke geht noch an Michael Falk, der fleißig Katzenbriefmarken in Alben gesammelt und zum Verkauf gespendet hat.

Danke an alle Helfer vor Ort… wir hoffen ihr hattet genauso viel Spaß

Zeugen/Hinweise gesucht

Am Dienstag, dem 12.09.23 ca.17:45 Uhr hielt in 29559 Nettelkamp (Landkreis Uelzen) ein Auto in der Stadenser Straße.

Der Fahrer stieg mit einem Karton aus, entledigte sich des Inhaltes an der Straße und fuhr mit dem Karton fort.

Der Inhalt war eine Katze in einem besorgniserregenden Zustand, die mit letzter Kraft in einen Schuppen flüchtete. Sie konnte gesichert werden, musste jedoch wenig später aufgrund ihres desolaten Zustands erlöst werden. Es wurde kein Chip gefunden. Sie ist nicht tätowiert.

Eine Zeugin - ein junges Mädchen - hat den unglaublichen Vorgang beobachtet. Ihren Angaben zufolge war es ein silberfarbenes oder graues Fahrzeug mit dem Kennzeichen UE-AH…

Eine Anzeige gemäß § 3 Abs.3 TierSchG - aktuell noch gegen Unbekannte - liegt bei der Polizei Uelzen sowie dem Veterinäramt Uelzen vor.

Wer kennt oder vermisst diese weibliche Katze oder hat diesen Vorgang ebenfalls beobachtet?

Hinweise bitte direkt an die zuständigen Behörden oder an uns.

Mitte September ging ein tierlieber Mann in eine Tierarztpraxis im Wendland, mit der wir oft eng zusammen arbeiten. Er suchte Hilfe für eine zugelaufene und verschnupfte Streunerkatze. Da nicht bekannt war, ob die Katze – so wie es in dem Ort Pflicht für Freigängerkatzen ist – kastriert und gekennzeichnet war, wurde der Mann auf die Wichtigkeit der Kastration hingewiesen. Die damit verbundenen Kosten sind im dreistelligen Bereich und nicht jeder kann diese alleine für Streuner tragen. Daher erhielt der Mann unsere Kontaktdaten von der Tierarztpraxis. So erreichte uns die Mail mit der Bitte um Hilfe. Wir erklärten ihm telefonisch die Rechtslage, bezgl. zugelaufener Haustiere, denn diese müssen als Fundtier bei der zuständigen Gemeinde gemeldet werden. Macht man dies nicht, ist das Fundunterschlagung! Dieses Prozedere ist wichtig und auch genau richtig so (wie im Dezember der Fall von der Katze Kyra deutlich macht). Wer regelmäßig Katzen füttert trägt unserer Meinung nach auch moralisch gesehen die Verantwortung für das Tier. Nun muss man sich aber mal die andere Seite vorstellen. Jemand, der sich mit diesem Thema nie näher befasst hat, möchte schlicht helfen und stellt der zugelaufenen Katze Futter und Wasser zur Verfügung. Plötzlich hört man, dass man dann auch eine Fundtieranzeige machen und auch für die Kastration sorgen muss. Viele sind damit überfordert und klar kommt bei dem einen oder anderen der Gedanke: „Ach hätte ich mal nie gefüttert! Das passiert mir nie wieder!“ Jetzt muss man sich vorstellen, dass diese Katze vielleicht wirklich nie ein Zuhause hatte und nirgends vermisst wird. Diese Streunerkatzen sind auf uns Menschen auch angewiesen. Füttern ist also schon mal grundsätzlich nichts Falsches.
Wir appellieren an jeden: Bitte nicht nur Füttern! Die Fundtieranzeige gehört dazu, denn Aussehen, Verhalten oder Fundort sagen nichts darüber aus, ob es ein Streuner, Freigänger oder ein Fundtier ist. Ist das Tier nicht kastriert oder braucht es Hilfe, dann fragt bei Tierschutzorganisationen nach. In diesem Falle wurde die rote Katzendame Mimi mit dem weißen Latz in der Tat 2019 sogar in dieser Tierarztpraxis gechipt und bei Tasso registriert. Leider konnte Tasso die Halter nicht erreichen und durfte uns die Daten nicht rausgeben, da der Halter bei der Registrierung keine Datenfreigabe erteilt hatte. Dann wurde es noch komplizierter… eine Frau meldete sich in der Tierarztpraxis und behauptete, dass es ihre Katze wäre. Der Name war jedoch nicht identisch mit den hinterlegten Daten in der Praxis. Diese rief daraufhin selbst bei den Haltern an, die in deren Datei stand und erreichte diese auch. Um Licht ins Dunkel zu bringen nahmen wir schließlich Kontakt zu allen Beteiligten auf. Hier war schnell klar: Die Katze wurde fremdgefüttert… sie ging kaum noch nach Hause. Verständlicherweise waren die Halter davon nicht begeistert. Während die andere Seite eher Unverständnis für die Halter zeigte, da diese sich nicht ausreichend kümmern würden. Letztendlich berechtigt auch das kein Anfüttern! Ist man der Meinung jemand verstößt gegen das Tierschutzgesetzt, dann sollte man das zuständige Veterinäramt benachrichtigen, wenn ein Gespräch nicht hilft. Bei der roten Schönheit gaben die Halter schließlich ihr Einverständnis, dass die Katze bei der Frau bleiben darf, die dafür aber auch die volle Verantwortung für Mimi übernimmt.

Ein Hilferuf ereilte uns aus dem Landkreis Ludwigslust Parchim. In einer Schrebergartenkolonie wurde eine halbwilde Katze mit 5 Kitten gesichtet. Die Mutterkatze sowie ihre fünf Welpen wurden gesichert und kastriert. Eine kleine Kätzin konnte in eine Familie vermittelt werden. Die Mutter und die anderen vier Welpen wurden zum Fangort zurück gebracht. Eine Futterstelle wurde von den Schrebergartenbesitzern eingerichtet.



Im September bat uns Nancy von dem Tierschutzverein Pfotenhilfe e.V. um Hilfe. In Salzwedel gibt es viele Hot-Spots mit unkastrierten Katzen. Bei einem davon sollten ca. 30 bis 40 Katzen leben. Eine Frau geht tagein, tagaus zu den Streunern und versorgt sie mit Futter. Nachbarn haben bereits in der Vergangenheit mit der Unterstützung der Kommune ein paar Katzen kastrieren lassen. Leider wurde dabei jedoch versäumt, diese Katzen auch zu chippen und/oder zu tätowieren. Somit war schnell klar: Alle, wirklich ALLE Katzen müssen eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. Vor Ort sprachen wir auch mit dem Grundstücksbesitzer, der klar stellte, dass dies nicht seine Katzen sind. Wegen der freilaufenden Hunde auf dem Hof, stellten wir die Fallen nicht direkt auf dem Grundstück auf. Noch bevor wir offiziell anfingen sicherten wir einen kleinen verschnupften Kater, der uns einfach nicht mehr von der Seite wich und übergaben ihn an Nancy. Viele weiße Katzen waren unter den Streunern. Einer von ihnen hatte eine leichte Ataxie. Als wir ihn sichern konnten war schnell klar: zurück kann er nicht! Wir suchten einen Übernahmeverein. Jenny von der Tierhilfe Wolfsburg hatte gerade einen Platz frei und sagte ohne wenn und aber zu.
In den ersten Tagen konnten wir fünf Kitten sichern, dass sechste blieb verschollen. Wo war es nur? In der Nähe waren einige Schrebergärten mit vielen Versteckmöglichkeiten. Wir durchstreiften die Gegend, suchend nach dem Kitten mauzend. Unfassbar aber wahr: plötzlich hörten wir leise aber deutlich ein Baby. Durch die Hecke des Gartens konnten wir es dann auch sehen. Ein Herankommen war jedoch nicht möglich. Das hohe Tor war verschlossen. Wir versuchten erfolglos das Kitten zu uns zu locken. Der Pächter des Gartens erlaubte uns zwar das Betreten des Gartens, doch kamen wir an keinen Schlüssel. Der Versuch übers Tor zu klettern scheiterte kläglich. Über den Zugang einer Garage konnten wir dank Helferin Ivonne letztendlich in den Garten gelangen. Klingt einfach? Püh, war‘s aber nicht… Genau unter dem Fenster auf der Gartenseite stand eine gefüllte Wassertonne. Mel hievte sich mit der Hilfe einer kleinen Trittleiter auf den Sims und überlegte wie sie nun geschickt oder ungeschickt an die Wassertonne vorbei in den Garten kommen sollte. Zum Festhalten tastete sie blind an der Wand entlang und konnte etwas greifen. Zur Sicherheit fragte sie Ivonne und Katrin, ob das ein sicherer Griff ist, den sie fest umklammerte. Öh nein, das war ein Stromkabel, keine gute Idee also. Oberhalb des Fensterlochs bröckelte währenddessen Putz auf Mels Haupt nieder. Mel nahm ihren ganzen Mut zusammen und wollte bei drei springen… 1, 2, 3 – nichts… ihr war klar, dass wird nichts… den Kampf wird die Wassertonne gewinnen. Also Augen auf und durch! Mel versuchte sich an der Wassertonne vorbeizuangeln und landete gemeinsam mit der Wassertonne auf dem Boden. Die Hose klitschnass, die Socken und Schuhe ebenso. Vom Schlüpper gar nicht zu reden. Katrin, Ivonne und Mel konnten sich das Lachen nicht verkneifen. Der Lärm hatte das Kitten sowieso schon erschreckt. Mel stand mit zitternden Beinen auf und suchte das Kitten. Doch dies war geflüchtet. Dem Mauzen nach zu urteilen war sie nun im Garten gegenüber. -.- Frustrierend machte sich Mel auf den Rückweg. Leider hatten wir an diesem Tag kein Fangglück und mussten wirklich schweren Herzens abbrechen und das Kleine zurück lassen. Am Folgetag wollten wir nur mal kurz wenigstens hinfahren. Das Kleine rief wieder herzerweichend nach uns. Sie war wieder in ihrem alten Revier. Doch dieses Mal mussten wir nicht über die Garage in den Garten. Ein Schrebergartenbesitzer lieh uns seine Leiter. Mit dieser konnten wir leise und ohne Probleme in den Garten. Doch die Kleine war extrem vorsichtig und lief erneut in einen anderen Garten. Dennoch aktivierten wir drei Lebendfallen verteilt im Garten und zogen uns zurück. Es dauerte einige Stunden, aber unsere Hartnäckigkeit machte sich bezahlt: Der Kleine ging hungrig in eine der Fallen – wir hatten ihn endlich. So konnten wir ihn noch am selben Tag zu Nancy bringen, die ihn mit seinen Geschwistern vereinte.
Dank vieler Helfer sind bereits 15 Katzen (6 Kitten und 9 ausgewachsene Katzen) gesichert. Vier waren sogar in der Tat bereits kastriert, wurden nun noch gechipt und tätowiert. Die Kitten kamen in die Obhut der Pfotenhilfe.

Noch ist dieser HotSpot nicht fertig - wir brauchen unbedingt weitere Unterstützung vor Ort bzw. Helfer, die Mel samt Ausrüstung abholen und vor Ort unterstützen können. In dem Sinne - Einer für alle, alle für Miez!



Oktober:
„Darum muss sich der Tierschutz kümmern!“

Diesen Satz lesen wir oft, wenn wir von irgendwelchen Nöten und Missständen in der Tierwelt berichten. Doch „der Tierschutz“ – wer ist das eigentlich?

Viele denken, „der Tierschutz“ wäre so was wie Feuerwehr oder Rettungsdienst. Einfach 112 wählen und Hilfe naht sofort. Auch denken viele, „der Tierschutz“ sei eine staatliche oder kommunale Institution, die sich aus öffentlichen Geldern finanziert. Auch das ist nicht so – abgesehen von den wenigen kommunalen Tierheimen, die aber auch nicht kostendeckend unterstützt werden.

Die Wahrheit ist: Das ganz große Gros des Tierschutzes wird von Privatmenschen gestemmt. Aus eigener Tasche finanziert, mit eigener Arbeitskraft zum Nulltarif. Oft 24/7.

Egal ob Wildtierstationen oder Initiativen, die sich um Streunerkatzen kümmern oder Tiere aus dem Auslandstierschutz vor dem Tod bewahren.

Auch wenn diese Menschen in Vereinen organisiert sind (manche ja, manche nicht), dann heißt das noch lange nicht, dass sie nur einen Cent aus öffentlichen Kassen bekommen. Das Thema steht nirgends auf der politischen Agenda.

Ist ein Igel verletzt, hat ein Eichhörnchen ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, ist eine Streunerkatze angefahren worden, ein Vogel aus dem Nest gefallen: Wer kümmert sich? Der Tierschutz.

Es wäre toll und auch absolut richtig, wenn es die 112 für den Tierschutz gäbe. Doch es gibt sie nicht. Im Gegenteil. Durch die sinkenden Spendeneinnahmen und gleichzeitig die rasant steigende Zahl an hilfsbedürftigen Tieren bricht der private karitative Tierschutz momentan zusammen. Das gilt sowohl für Tierheime, als auch für kleine private Initiativen.

Wenn ihr das nächste Mal hört, dass jemand nach „dem Tierschutz“ ruft, der die Sache bitte richten soll, macht diesem Menschen bitte klar: „Den Tierschutz“ gibt es nicht. „Der Tierschutz“ sind wir alle!

Indem wir...

hinschauen statt wegsehen.

handeln statt zu sagen „Was geht mich das an?“

uns ins Auto setzen und nicht erwarten, dass „der Tierschutz“ das verletzte Tier abholt.

unsere Gärten so gestalten, dass Wildtiere darin überleben können.

mithelfen, wo Hilfe benötigt wird.

vielleicht beim nächsten Geburtstag auf Geschenke verzichten und ein Sparschwein für eine Initiative unseres Herzens aufstellen.

Text/Quelle: Summende Gärten

Foto: Katzen-Hilfe Uelzen e.V.

Anfang Oktober bat ein Pärchen uns um Hilfe für einen Streunerkater, der seit vielen Jahren immer wieder mit vereiterten Augen zu kämpfen hatte. Der eigene Versuch ihn mit einer Transporttasche zu sichern scheiterte. So kamen wir mit Lebendfalle und Thunfisch bewaffnet dort an. Es dauerte nicht lange, da ging der Schatz hungrig in die Falle. Die sehr engagierten Menschen hatten bereits ein Zimmer für den armen Tropf hergerichtet. Bereits am Folgetag brachten sie den Kater morgens in die Tierarztpraxis. Dort wurde er kastriert und gekennzeichnet. Seine Augen wurden untersucht und man bestätigte unsere Vermutung - er hatte Rolllider. Das heißt das Lid rollt sich nach innen, weshalb die Härchen immer wieder die Hornhaut reizen und dadurch für Schmerzen und Entzündungen sorgen. Unbehandelt kann dies sogar zum kompletten Sehverlust führen.
Die Tierärztin riet jedoch vorerst von einer Operation ab, da seine Hornhaut beidseitig milchige Veränderungen zeigten und er erst mal behandelt werden sollte. Auch der Verdacht auf Räude fiel, auf Grund seiner dreckigen Ohren. Da er sich nur beim Füttern anfassen ließ war eine Behandlung mit Augentropfen nicht umsetzbar. Man legte uns nahe den Kater auch auf FIV und FeLV untersuchen zu lassen. Wir merkten, dass wir da nicht auf einen Nenner mit der Praxis kommen würden. Wir wünschen uns von einer Tierarztpraxis Diagnostik und keine Vermutungen. Auch geben wir Streunern, die (noch) nicht anfassbar sind eine Chance. FIV und FeLV sind für uns keine Schreckensgespenster. Erkrankt z.B. eine FIV-Katze an was auch immer, wird sie bitte genauso behandelt, wie eine FIV-negative Katze. Auf keinen Fall sollte man auf medizinische Therapien verzichten, nur weil eine Katze FIV-positiv ist und das Immunsystem das vermeintlich "sowieso nicht schafft". Es gibt einige Medikamente (z.B. Cortison), die bei FIV nach Möglichkeit zu vermeiden sind. Ist es jedoch die einzige Option auf Heilung der Erkrankung, sollte man diese nutzen. Wir lassen euch nicht im Stich, versprochen – Pfote drauf!
Da wir selber keine Aufnahmemöglichkeiten hatten und die Behandlung und Therapie langwierig sind suchten wir in Absprache mit dem Pärchen einen Übernahmeverein. Die Arche KaNaum e.V. übernimmt oft die Verantwortung von den Ärmsten der Armen und sagte ohne Umschweife zu. Das erneute Einfangen in seinem Zimmer gestaltete sich als schwierig, denn der scheue Katermann saß in einer kleinen Kratzbaumhöhle. Ein herausschütteln direkt in die Box klappte gar nicht. Erst als er in einer Ecke saß, griff Mel einfach zu und wollte ihn mit dem Nackengriff schnell in die Box setzen. Das klappte natürlich… nicht. Einige blutende Kratzer später war er dann doch endlich in der Zwangsbox. Mels Beine zitterten sie Espenlaub und sie musste erst mal auf dem Sofa verschnaufen. Dabei nahm sie dann auch erst ihren Arm und die roten Striemen wahr. Also noch rasch großzügig vor der großen Katzenfahrt desinfiziert. Die knapp 590km waren für uns ein Katzensprung – alles für die Katz‘.



Im Oktober wurden junge Katzen in einem kleinen Dorf an der Elbe gesehen.

Die Grundstücksbesitzer nahmen unsere Hilfe dankbar an. Die engagierte Schwiegertochter sicherte sogar persönlich die ersten zwei Kitten. Walburga und Mel aktivierten indes die Fallen. Das dritte Kitten, sowie eine ausgewachsene Katze und ein Kater konnten noch am selben Abend gesichert werden. Der Kater war zwar bereits kastriert, hatte aber tränende Augen, sodass ein Tierarztbesuch dennoch für ihn anstand.

Wie schon häufig erlebt ist aller Anfang leicht, aber irgendwer zeigt meist deutlich die Stinkekralle und will partout nicht in die Falle. Hier war es das vierte Kitten, das sich misstrauisch vor uns versteckte, sodass Mel und Walburga nach ein paar Stunden und blanken Nerven die Aktion abbrachen. Unglücklicherweise stellte Mel dann fest, dass sie ihren Autoschlüssel verloren hatte. Also waren wir alle noch am Suchen, bis Mel sie dank dem Strahler trotz der späten Abendstunde im Gras wiederfand. Die Schwiegertochter erklärte sich bereit, das Kätzchen einzufangen, was ihr am nächsten Morgen auch gelang. Erleichtert konnte es zu den anderen Geschwistern, sodass sie wieder zusammen waren. Insgesamt konnten vier Kitten und zwei ausgewachsene Katzen gesichert werden. Eine Kleine konnte als Zweitkitten vermittelt werden. Die anderen Katzen kamen ein paar Tage später kastriert, gekennzeichnet und tierärztlich behandelt zurück.

Fazit: Alle Katzen kastriert, gechippt und registriert, Kater behandelt, Autoschlüssel wiedergefunden! So darf es gerne immer laufen…

Und noch eine schöne Nachricht: Einer Bekannten von Walburga sind in diesem Dorf drei Katzen zugelaufen. Sie sind scheu, aber alle kastriert und gechipt. Es sind Katzen, die jemand ein Jahr zuvor eingefangen hatte. Ein schönes HappyEnd, denn alle drei Streuner dürfen bleiben!




 

November:

Auf einem Hof wurden wiederholt Kitten gemeldet, bedauerlicherweise für 2 Katzenkinder zu spät, welche tot auf der Straße gefunden wurden.

Nach einigen emotionalen Gesprächen mit den Hofbesitzern, waren diese bereit, das Problem gemeinsam anzupacken.

Natalie, Mia und unsere jüngste Tierschützerin Kaja haben innerhalb von zwei Tagen alle acht Katzen eingefangen. Diese konnten kastriert, gechipt und tätowiert werden.

Tierschutz geht uns alle an und ist manchmal nach der ersten Fangaktion noch nicht erledigt. Erfahrung, Ausdauer und Hartnäckigkeit haben hier geholfen, unkontrollierte Katzenpopulation zu verhindern.


Dezember:
Während die Weihnachtszeit eigentlich die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit ist, musste unser Schneewittchen gleich 2 schlimme Schicksalsschläge ertragen.

Sie und ihre Fellfreundinnen haben aufgrund von persönlichen Umständen ihre Pflegestelle verloren, ein Umzug stand an. Als wenn das nicht schon erschütternd genug ist, bangten wir plötzlich auch um Schneewittchens Gesundheit.

Sie zeigte seit ein paar Tagen, dass sie schlimme Schmerzen hat. Los ging alles mit humpeln – zur ersten Diagnostik ging es ins Kleintierzentrum Neuwied, wo erste Röntgenbilder aber leider keine Aufklärung brachten.

Als sich ihr Zustand plötzlich aber sehr akut verschlechterte ging es erneut ins Kleintierzentrum. Schneewittchen wurde wieder untersucht, aber ein Befund war weiterhin nicht in Aussicht.

Der Verdacht eines Bandscheibenvorfalls stand im Raum und die Tierärztin empfahl uns Gott sei Dank eindringlich und schnellstmöglich zu einer CT oder MRT.

So ging die Fahrt direkt abends noch weiter in die Tierklinik Hofheim. Schneewittchen wurde stationär aufgenommen. Sie zeigte sich dort sehr abwehrbereit und stark verkrampft. Verständlich in dieser Situation…

Die MRT zeigte eine knöcherne Zubildung am 7. Brustwirbel, die quasi in den Wirbelkanal reinragte. Diese verdrängte das Rückenmark. Das erklärte die enormen Schmerzen bei Schneewittchen.

Die einstündige OP von Schneewittchen verlief ohne Probleme. Es wurde ein Teil von der Wucherung entfernt und zur weiteren pathologischen Untersuchung eingeschickt. Nach der teilweisen Entfernung haben sie eine sehr gute operative Druckentlastung des Rückenmarks erreicht. Damit sollte unser Schneewittchen schmerzfrei sein.

Da bei vollständiger Entfernung eine Instabilität befürchtet wurde, hat man darauf verzichtet.

Kann man Geld besser investieren als in das Leben? Wir finden nicht!

Dann begann die durchaus nicht zu unterschätzende Erholungsphase.

Die Vorstellung, dass man ins Krankenhaus geht, operiert wird und danach geht’s einem schlagartig besser, trifft auch bei uns Menschen in der Regel nicht immer zu. Es braucht Zeit zum Heilen!

So konnte sie zwar ihre Hinterbeinchen anwinkeln und strecken, aber noch nicht zielgerichtet bewegen. Sie robbt sich mit ihren Vorderbeinen in ihrem kleinen Reich hin und her. Laut Tierarzt brauchen Katzen da einfach ein paar Tage länger. Mittlerweile sind daraus einige Wochen geworden.

Schneewittchen braucht Hilfe beim Urinabsetzen. Da bekommt sie liebevolle Unterstützung ihrer Pflegemama…

Ihr kleines QuarTIER ist ein Quarantänekäfig, denn natürlich darf Schneewittchen in ihrem Zustand noch nicht springen oder klettern. Aber das stört unsere kleine Maus mal gar nicht.

Einen kurzen Krankenbesuch bekam sie von ihrer Fellfreundin Tora, die wie selbstverständlich einmal Hallo sagen musste. Trotz dessen, dass es unserm Schneewittchen noch nicht gut ging, ließ sie es sich nicht nehmen und putzte Tora am Allerwertesten - einfach nur herzallerliebst die kleine Motte.

Sie ist nicht alleine in einer für sie unglaublich schweren Zeit. Wir werden alles Erdenkliche für Schneewittchen tun, damit es ihr trotz der Umstände gut geht und unterstützen sie.

Die genaue Rechnung der Tierklinik liegt uns noch nicht vor, allerdings sollen die Kosten nun um die 6550€ sein. Der Spendenaufruf brachte eine stolze Summe von 3385€ zusammen.
Kurz nach der Operation bekam Schneewittchen bereits Physiotherapie. Wir hoffen so sehr, dass sie wieder laufen lernt und auch irgendwann wieder ohne Hilfe Urin kontrolliert absetzen kann.

 

Wow Wow Wow

Wir sind schlichtweg überwältigt!

Beim Fressnapf Uelzen wurde der Wunschbaum vom Tierheim Uelzen und uns, der Katzen-Hilfe Uelzen e.V., geplündert.

Alle, wirklich ALLE Wünsche wurden erfüllt! Und sogar noch viel mehr.

Gemeinsam mit Sven und Biggi vom Tierheim und den lieben Fressnapf Mitarbeitern haben wir die Einkaufswagen voll beladen.

So mancher Kunde staunte nicht schlecht. Natürlich klärten wir auf, dass wir nicht im Kaufrausch waren, sondern dass es sich um Spenden handelte.

Unser treues Auto war bis in jede Ecke ausgefüllt - es hat gerade so alles reingepasst

Wir danken herzlich allen Spendern und den Fressnapf-Mitarbeitern für diese wunderbare Aktion und wünschen Allen friedliche und besinnliche Festtage

 

Unfassbar und kaum zu Glauben: ein Lebenszeichen nach 15 Jahren quälender

Ungewissheit

Fast jede größere Stadt in Deutschland hat mittlerweile eine regionale

Facebook-Gruppe für vermisste und gefundene Haustiere. Engagierte Admins und Mitglieder die Suchtipps posten, Ratschläge geben und helfen - einzig dem Ziel gewidmet, dass Mensch und Tier wieder zueinander finden - sogar über den Tod des geliebten Tieres hinaus.

Wir von der Katzen-Hilfe Uelzen e.V. sind in einigen dieser Gruppen vertreten, um

ggfs. mit unser Erfahrung Hilfe - auch aus der Ferne - anzubieten.

Manchmal lesen wir, dass eine Fundkatze gechipt, aber nicht registriert ist. Da

werden wir hellhörig. Ist sie wirklich nicht registriert?

So auch Mitte Dezember in einer Leipziger Gruppe. Eine zugelaufene Katze wird vor

Ort von einer älteren Dame versorgt. Eine Verwandte ließ erfolgreich nach einem

Chip gucken. Da sie jedoch keine Registrierung fand, erstellte sie einen Beitrag in besagter Gruppe und bat dort um Hilfe.

Und so kamen wir ins Spiel. Durch Zufall sahen wir den Beitrag und boten unsere

Hilfe bei der Recherche bezgl. der Chipnummer an. Dieses Mal mussten wir gar nicht erst den Chiphersteller kontaktieren. Die Katze war doch bei Tasso registriert und sogar als vermisst gemeldet.

Ein Anruf bei TASSO e.V. bestätigte alles. Seit 2008 wurde Kyra vermisst!

Allerdings vergessen manche Halter schlicht ihr Tier bei Tasso als Wiedergefunden zu melden. War das hier der Fall oder wurde Kyra wirklich und wahrhaftig seit 2008 vermisst? Seit über 15 Jahren? Ist das möglich?

Tasso rief bei der hinterlegten Nummer an, jedoch war diese nicht mehr vergeben.

Dank Datenfreigabe der Halterin bekam die Finderin Adresse und Namen. Wir

fragten Google nach dem Namen und auch auf Facebook suchten wir. Sechs Frauen mit diesem Namen schrieben wir eine PN - dann sahen wir, dass es doch einige mehr gibt, die diesen Namen hatten. Und wer weiß ob sie nach über 15 Jahren überhaupt noch diesen Nachnamen hatte? Also ließen wir diese Spur wieder fallen...

Doch dann passierte das Unglaubliche! Eine dieser sechs Frauen war die Richtige! Wir konnten und können unser Glück kaum fassen!

Wir fragten, ob sie eine Katze seit 2008 vermisst und sie schrieb zurück. Ja,

sie vermisse ihre Katze Kyra. Verständlicherweise war sie anfangs skeptisch… Ihre Kyra wurde gefunden und lebt? Ein Verein aus Uelzen schreibt sie deshalb an? Wie kann das sein?

Wir erklärten die Situation! Sie konnte es kaum fassen, musste immer wieder

weinen. Im Laufe der Jahre hat sie oft gedacht, dass Kyra vielleicht gar nicht

mehr lebt. Den Gedanken möchte man nicht zulassen, aber er kommt und geht nicht so schnell mehr aus dem Kopf.

Gerade mal etwa 1 km Luftlinie ist der Fundort vom damaligen Wohnort entfernt. Warum Kyra nicht nach Hause fand? Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie erfahren… wo warst du die vielen Jahre liebe Kyra?

Ohne Chip, Registrierung und der Anfrage in der Facebook-Gruppe hätte Kyra’s

Menschenmama nie wieder von ihr gehört...

Katze Kyra ist der Beweis: verliert nie die Hoffnung euer vermisstes Tier

wiederzufinden

Aufnahme (inkl. Rückläufer): 0
Vermittlungen (Inkl. Rückläufer): 0
Rückläufer: 3
Kastrationen (inkl. Pflegekatzen): 70
Verstorbene Schützlinge: Jamie


Wie jedes Jahr leisteten wir in vielen Fällen telefonische oder elektronische Beratungshilfe. Wir recherchierten bzgl. gechipten, aber leider nicht registrierten Katzen und schauten bei so mancher toten Katzen nach, ob sie gekennzeichnet sind und suchten den Halter.

Lasst uns auch 2024 gemeinsam den vielen notleidenden Katzen helfen. Alles für die Katz‘

Danke
Danke für das von Euch entgegengebrachte Vertrauen. Danke für Eure Unterstützung.