Mitte August erreichte uns über eine regionale Facebook-Gruppe für vermisste Tiere eine Anfrage aus einem Wohngebiet in unserem Landkreis. Ein Kater hielt sich dort seit einigen Tagen auf, war sichtlich hungrig und suchte immer wieder die Nähe der Anwohner.
Wir brachten noch am selben Tag eine unserer Lebendfallen vorbei. Gemeinsam mit der Familie besprachen wir den strategisch besten Ort und wie der Kater erst einmal ganz in Ruhe in der offenen Falle fressen sollte, um Vertrauen zu fassen. Doch dann die Ernüchterung: Kaum war alles vorbereitet, verschwand der Kater spurlos. Mehrere Tage blieb er trotz aufmerksamer Suche unauffindbar.
Erst Ende August tauchte er plötzlich wieder auf, der Hunger hatte ihn zurückgetrieben. Am darauffolgenden Abend hatten wir dann endlich Erfolg: Das Tier konnte mithilfe der Falle sicher gesichert werden.
Der Kater wurde als Fundtier in das Tierheim Uelzen übergeben. Bei der tierärztlichen Untersuchung geschah das Unfassbare: Der Kater war gechippt und registriert! Nach einer unglaublichen Zeitspanne von anderthalb Jahren konnten die Eigentümer informiert werden, dass ihr geliebtes Tier lebend gefunden wurde. Er hatte die gesamte Zeit über nur wenige Straßen weiter gelebt, aber offenbar den Weg nach Hause nicht mehr gefunden.
Diese Geschichte ist für uns ein weiteres Beispiel dafür, dass Chip und Registrierung über Leben und Tod entscheiden können – und dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf.