Gemeinsam durch Höhen und Tiefen

Ein Jahr liegt hinter uns, das uns als Gemeinschaft auf ganz besondere Weise gefordert hat. Wenn wir heute auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken, tun wir das mit tiefem Respekt vor dem, was wir gemeinsam geschafft haben.

Dieses Jahr war anders…. Es gab Momente, in denen wir schmerzhaft lernen mussten, dass unsere Kräfte endlich sind; auch wenn unser Herz für jedes Tier schlägt, zwangen uns Erkrankungen innerhalb des Vorstands dazu, uns deutlich zurückzunehmen – eine Entscheidung, die uns unendlich schwergefallen ist. Wir mussten die Bremse ziehen. So konnten und können wir nicht helfen, wie wir es uns selbst gewünscht hätten. 

In einem kleinen Verein wie dem unseren zählt jede Hand und jeder Kopf – wenn dann wichtige Stützen ausfallen, gerät das Gefüge ins Wanken. Doch genau hier hat sich gezeigt, was uns ausmacht: Wir sind vielleicht nicht immer perfekt, wir sind „perfekt unperfekt“.

Wir helfen dort, wo unsere Kraft es zulässt, mit Herz und Leidenschaft – und tragen dennoch schwer an der Gewissheit, dass wir nicht jedem Tier die Hilfe schenken konnten, die es gebraucht hätte. Es bricht uns das Herz, dass Schicksale noch immer ungeklärt sind und Lebewesen auch heute noch auf unsere Hilfe warten müssen, weil unsere Reserven uns Grenzen setzen.

Wir möchten diesen Rückblick nutzen, um DANKE zu sagen. Danke an alle, die eingesprungen sind, die Geduld hatten und die uns gezeigt haben, dass unser kleiner Verein eine große Familie ist.

Januar:

Das Jahr begann für uns direkt mit einem Schicksalsschlag, der uns tief bewegt hat. Die beiden Waisenkater Joschi und Mäxchen verloren ihr Zuhause und ihren geliebten Menschenpapa. In ihrer Trauer verstanden sie die Welt nicht mehr – und wir standen vor der Herausforderung, so schnell wie möglich einen sicheren Hafen für die beiden zu finden.

Doch was sich einfach anhört, war ein regelrechter Marathon:

Obwohl im Januar noch keine „Kittenschwemme“ herrscht, stießen wir überall an Grenzen. Wir haben uns die Finger wund getippt und die Ohren heiß telefoniert, doch viele Vereine hatten bereits Aufnahmestopps oder mussten ihre wenigen freien Plätze für Notfälle aus Beschlagnahmungen und Fundtiere reservieren.

Wir gaben nicht auf. Nachdem wir die beiden Kater im Wohnzimmer des Verstorbenen – mit viel Möbelrücken, Hin- und Hergewusel und Geduld – gesichert hatten, gab es kein Zögern.

Wir sind überglücklich, dass das Tierheim Koblenz ein Herz für die beiden hatte. Die weite Strecke sind wir selbst gefahren, um sicherzustellen, dass Joschi und Mäxchen wohlbehalten in ihr neues Übergangszuhause kommen.

Februar:

Der Februar lehrte uns, dass man manchmal auf sein Bauchgefühl hören und einfach handeln muss, wenn ein Tierleben am seidenen Faden hängt.

Alles begann mit einer Suchanfrage in der wunderbaren und sehr hilfreichen Facebook-Gruppe "Vermisste und gefundene Haustiere in Uelzen und Umgebung". Dort fragte Anwohnerin Tatjana, ob jemand im Ort seine verletzte Katze vermisse.

Erst als wir tiefer gruben, wurde klar: Über 56 Tage lang irrte das kleine Katzenmädchen mit einem massiven, schmerzhaften Darmvorfall durch den Ort. Hunger, Angst und quälende Schmerzen waren ihre ständigen Begleiter.

Da Nayla herkömmliche Fallen mied, setzten wir auf Geduld. Auf unsere Bitte hin stellte Tatjana eine normale Transportbox mit Futter auf. Als Nayla diese sofort annahm, wussten wir: Das ist ihre und unsere Chance.

Am nächsten Tag fuhren wir mit unserer eigenen Falle direkt zu Tatjanas Grundstück. Angelockt vom Duft des Thunfisches, dauerte es keine 30 Minuten, bis die völlig entkräftete „Motte“ gesichert war.

Trotz der Qualen zeigte Nayla einen bewundernswerten Charakter. Sie war anfangs zwar schüchtern, aber niemals scheu und hat jede noch so schwere Behandlung tapfer über sich ergehen lassen. Sie hat sich nie aufgegeben.

In der TiHo Hannover begann der Kampf um ihr Leben. Insgesamt musste sie über fünf sogenannte Tabaksbeutelnähte über sich ergehen lassen, da der Darm immer wieder vorfiel.

Die Tierhilfe Wolfsburg übernahm Nayla in ihre fachkundige Pflege. Dank dieser intensiven Betreuung hat Nayla wieder toll zugenommen und schließlich ihr großes Glück in einem eigenen Zuhause gefunden. Für ihre Sicherheit hat die Tierhilfe Wolfsburg den Adoptanten zudem finanzielle Unterstützung für eventuelle Folgebehandlungen zugesagt.

März:

Schon im Dezember 2024 schrieb der Halter von Mauschi und Paulchen, dass beide wegmüssen. Als Alternative sah er nur das Aussetzen. Um die Katzen abzusichern, schalteten wir das Veterinäramt Uelzen ein. Da die Abgabegebühren im örtlichen Tierheim (1.500 € pro Katze) für den Mann unerreichbar waren, suchten wir weiter und fanden einen Platz bei den Katzenfreunden Bissendorf (Osnabrück). Die Sicherung der scheuen Katzen war ein echter Kraftakt, der uns einiges an Möbelrücken und sogar einen schmerzhaften Katzenbiss abverlangte. Doch der Einsatz lohnte sich: Wir fuhren die beiden selbst nach Bissendorf in Sicherheit.

April:

Der April war ein Monat der extremen Emotionen. Er zeigte uns die Sonnenseiten des Tierschutzes, konfrontierte uns aber auch mit der harten Realität hinter manchem Fundtier-Schicksal.

Nupsie kam als Fundtier zu uns – abgemagert und dehydriert. Da unsere eigenen Pflegestellen zu diesem Zeitpunkt alle besetzt waren, konnten wir auf unser Netzwerk zählen: Wir übergaben Nupsie in die liebevolle Obhut der Tierhilfe Wolfsburg.

Wir ließen Nupsie gründlich untersuchen und übernahmen selbstverständlich die Tierarztkosten. Die Ergebnisse waren niederschmetternd: Die Tierärzte entdeckten nicht nur einen großen, schmerzhaften Blasenstein, sondern auch einen Leber- und einen Blasentumor.

Trotz dieser schweren Diagnosen gaben wir die Hoffnung nicht auf. Es gab Phasen, in denen Nupsie wieder fraß und die Zuwendung ihrer Pflegemama sichtlich genoss.

In einer Zeit, in der auch unser Vorstand durch Krankheit stark belastet war, haben wir alles Menschenmögliche für sie getan. Wir wollten ihr zumindest noch einmal zeigen, dass sie geliebt wird.

Letztlich waren die Krankheiten jedoch stärker als ihr kleiner Körper. Nupsie ist mittlerweile verstorben. Sie durfte jedoch in Geborgenheit gehen und musste ihre letzten Tage nicht leidend auf der Straße verbringen.

Juni: 

Der Juni begann für uns mit einer Anfrage, die uns wieder einmal zeigte, wie wichtig aufmerksame Menschen für den Tierschutz sind.

Bereits im Mai wurde der kleine Woody gefunden – gerade einmal sechs Tage alt und dem Tod näher als dem Leben. Mit unermüdlichem Einsatz wurde er von seinen Findern mit der Flasche großgezogen und entwickelte sich zu einem lebensfrohen, frechen Kater.

Ende Mai tauchte dann Mama Bella mit drei weiteren Kitten auf dem Hof der Finder auf. Anfang Juni wurden wir um Hilfe gebeten und machten uns auf den Weg, um die kleine Familie zu sichern.

Mama Bella wurde von uns umgehend zur Kastration gebracht, damit der Kreislauf des Leids für sie ein Ende hat. Zur Erholung durfte sie zurück in die Obhut der Finder, die extra ein Katzenzimmer eingerichtet hatten.

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Mama Bella und ihr Kitten Merlot taub sind. Ein Leben in der Freiheit wäre für die beiden viel zu gefährlich gewesen.

Während zwei der Kitten (Minka und Muskat) im August nach ihrer Kastration und Kennzeichnung in ein tolles neues Zuhause nach Lüchow ziehen durften, fiel für Bella und Merlot eine mutige Entscheidung: Sie durften bleiben.

Heute bilden Bella, Merlot, Flaschenkind Woody und die 18-jährige Katzen-Oma Zora ein harmonisches Quartett. Drei taube Katzen und der hörende Woody leben friedlich zusammen in ihrem großen Katzenzimmer.

Wir freuen uns sehr, dass wir diese Familie unterstützen konnten. Im Dezember wurden nun auch die letzten beiden Jungs, Merlot und Woody, mit unserer Unterstützung kastriert und gekennzeichnet. 

Ein herzliches Dankeschön an die Finder für die liebevolle Pflege und die Spende für Bellas Kastration!

Im Juni erreichte uns ein Hilferuf über eine Katze, die sich seit Tagen auf einem Grundstück aufhielt. Sie wirkte alt oder krank und miaute ständig, ließ sich aber von den Findern nicht anfassen.

Wir verteilten mehrere Fallen auf dem Grundstück und durften die Wartezeit bei netten Gesprächen mit dem Ehepaar im Wohnzimmer verbringen. Doch die Katze war vorsichtig – stundenlang passierte nichts.

Erst als wir am späten Abend kurz nach Hause gefahren waren, kam die erlösende Nachricht: Die Katze war in die Falle gegangen. Wir holten sie umgehend ab.

Bei der genaueren Betrachtung zu Hause stellte sich heraus, dass die vermeintlich scheue Katze in Wahrheit eine absolute Schmusemaus war! Man konnte deutlich Siam-Einflüsse erkennen, was das viele Mauzen erklärte. 

Sie hat sich innerhalb weniger Minuten schlichtweg in unsere Herzen geschnurrt und gekuschelt.

Da die Kleine leider nicht gechipt war und wir keinen Besitzer ausfindig machen konnten, brachten wir sie am Folgetag als Fundtier ins Tierheim Uelzen.

Wir hoffen sehr, dass diese menschenbezogene Maus schnell ein wunderschönes neues Zuhause gefunden hat, in dem sie nun die Zuwendung bekommt, die sie so sichtlich genießt.

Mitten in der Hochsaison der Kittenzeit erreichte uns ein Hilferuf aus Mecklenburg-Vorpommern, der uns vor eine riesige Aufgabe stellte. Statt der ursprünglich gemeldeten zehn Katzen waren es am Ende 12 ausgewachsene Streuner, die ihr Revier verloren hatten und dringend Hilfe brauchten.

Um für jede Katze den passenden Platz zu finden, ließen wir uns vom Vorbesitzer jede einzelne Nase genau beschreiben. Wir wollten sie „kennenlernen“, noch bevor wir sie sahen. Mit diesen Infos bewaffnet, schrieben und telefonierten wir uns wieder einmal die Finger wund und die Ohren heiß, bis ein deutschlandweites Rettungsnetzwerk stand.

Bevor die große Reise beginnen konnte, war für uns eines selbstverständlich: Jede einzelne Katze wurde kastriert und gechipt.

Dank großartiger Partnervereine konnten wir alle Tiere sicher unterbringen:

• Der herzkranke Oskar und seine Freundin Minka fanden einen sicheren Hafen beim Katzenparadies Neustrelitz e.V..

• Morchen, Misi und Paddy wurden vom Tierschutzverein Soltau in Tiegen aufgenommen.

• Lilo und Peterle durften wir zu den Katzenfreunden Bissendorf (bei Osnabrück) bringen.

• Sisi kam in ein Endzuhause nach Berlin.

Susi sollte eigentlich mit nach Soltau, war aber am Tag der Abfahrt plötzlich verschwunden. Doch die Hoffnung blieb: Zehn Tage später tauchte sie wieder auf. Wir zögerten nicht, setzten uns erneut ins Auto und fuhren die Strecke ein zweites Mal. Die restlichen Katzen der Gruppe fanden einen Platz auf einem Hof, wo sie ihre Freiheit in Sicherheit genießen dürfen.

Dieses Projekt hat uns gezeigt:

Ein Funken ist kein Feuer,

ein Sandkorn kein Strand,

ein Blatt kein Baum,

ein Tropfen kein Meer.

Hilft einer den Tieren allein - ist es schwer, doch zusammen sind wir das Feuer, der Strand, der Baum und das Meer.

Nur durch die Zusammenarbeit so vieler wunderbarer Menschen konnten wir diesen 12 Katzen eine Zukunft schenken.

Juli:

Im Juli durften wir ein ganz besonderes Wochenende erleben. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums vom Fressnapf Uelzen waren wir zusammen mit anderen Organisationen eingeladen, dieses Ereignis gebührend zu feiern.

Mit einem liebevoll gestalteten Stand waren wir am Freitag und Samstag vor Ort. Wir verkauften handgemachte Schätze und tolle gespendete Sachen, um unsere Schützlinge direkt zu unterstützen.

Dank des wunderbaren Einsatzes unserer Helfer, der Großzügigkeit unserer „Sponsoren“ sowie der vielen Spender und Käufer konnten wir eine tolle Bilanz ziehen. Insgesamt kamen 303,92 Euro durch Verkäufe und weitere 40,60 Euro über unsere Spendendose zusammen – jeder Euro hilft unseren Samtpfoten.

Als kleines Dankeschön für die Einladung und die langjährige Unterstützung hatten wir eine Überraschung für Anneka und ihre Marktcrew vorbereitet. Wir überreichten Ballons in den Farben des Marktes, große Ballons mit den Zahlen „2“ und „0“ sowie einen bunten Strauß voller Lollis.

Tage voller Herz, Freude und Tierschutz – ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team vom Fressnapf Uelzen für dieses tolle Event und den persönlichen Einsatz!

Der Juli 2025 markiert einen Zeitpunkt, der uns als Verein und vor allem Natalie persönlich zutiefst erschüttert hat. Es ist ein Fall von unvorstellbarer Grausamkeit, der uns fassungslos und mit gebrochenem Herzen zurücklässt.

Am 14. Juli betrat Natalie zusammen mit dem Veterinäramt und der Polizei das Haus eines Mannes, dessen Grundstück von außen ordentlich wirkte. Doch im Inneren offenbarte sich ein Grauen, das kaum in Worte zu fassen ist: Frischgeborene Kitten wurden ihrer Mutter entrissen und zum Sterben in Einmachgläser gesteckt. Der Mann bewahrte diese toten Kitten wie „Trophäen“ in den verschlossenen Gläsern auf.

Der kleine Kater Elton war der einzige Überlebende des letzten Wurfes. Er kämpfte tapfer, doch am Ende waren die Strapazen zu groß und er verstarb. Wir trösten uns damit, dass er in seinen letzten Tagen – anders als seine Geschwister – noch Liebe und Fürsorge erfahren durfte.

Die Katzenmutter sowie eine weitere ältere Katze und ein Kater konnten gesichert werden und müssen nie wieder an diesen Ort des Schreckens zurückkehren.

Der Kampf um Gerechtigkeit: Trotz der Grausamkeit stellte die Staatsanwaltschaft Lüneburg das Verfahren ein. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Tierfreund. Gemeinsam mit der Tierhilfe Wolfsburg e.V. gehen wir gegen diese Entscheidung vor und haben Anzeige erstattet.

Um der Staatsanwaltschaft zu zeigen, wie groß das öffentliche Interesse tatsächlich ist, unterstützen wir die Petition „Gerechtigkeit für die Kitten“. Die Resonanz ist überwältigend: Bis zum 29.12.2025 haben sich bereits 109.392 Stimmen erhoben. Diese riesige Welle der Solidarität zeigt deutlich, dass wir nicht allein sind in unserem Kampf gegen Tierquälerei.

Dieses Erlebnis war für Natalie und ihre Familie ein unglaublich traumatisches Ereignis, das noch lange nachwirken wird. Doch eure Stimmen an unserer Seite geben uns die Kraft, weiter für Gerechtigkeit zu kämpfen.

August:

Die Samtgemeinde Rosche hat die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen eingeführt. Damit setzt Rosche ein deutliches Zeichen gegen das Leid freilebender Katzen und übernimmt kommunale Verantwortung im Tierschutz.

Der Sommer wurde von einem Ereignis überschattet, das uns den Atem stocken ließ. In Rosche wurde eine Katze in einem zugeknoteten blauen Sack bei den Glascontainern entsorgt.

Nur dank aufmerksamer Passantinnen, die das Mauzen aus dem Sack hörten, konnte die kleine Fuffi gerettet werden.

Eine Mitarbeiterin des Tierheims holte Fuffi ab und brachte sie zu uns. Wir fuhren die Maus direkt weiter in die sichere Obhut der Tierhilfe Wolfsburg, die sofort einen Platz anbot.

Noch auf dem Rückweg erfuhren wir über Social Media, dass der geschockte Halter gefunden wurde, der Anzeige gegen Unbekannt erstattete. Am liebsten hätte er Fuffi sofort wieder zu sich nach Hause geholt. Doch aus tiefer Liebe zu ihr entschied er sich, sie in der Obhut der Tierhilfe Wolfsburg zu lassen. Die Angst war zu groß, dass derjenige, der ihr das angetan hat, erneut zuschlägt – und wer weiß, ob es ein zweites Mal auch so glimpflich ausgehen würde.

Der Fall zeigt, wie grausam Menschen sein können, aber auch, wie wichtig aufmerksame Nachbarn und ein funktionierendes Tierschutz-Netzwerk sind.

Mitte August erreichte uns über eine regionale Facebook-Gruppe für vermisste Tiere eine Anfrage aus einem Wohngebiet in unserem Landkreis. Ein Kater hielt sich dort seit einigen Tagen auf, war sichtlich hungrig und suchte immer wieder die Nähe der Anwohner.
Wir brachten noch am selben Tag eine unserer Lebendfallen vorbei. Gemeinsam mit der Familie besprachen wir den strategisch besten Ort und wie der Kater erst einmal ganz in Ruhe in der offenen Falle fressen sollte, um Vertrauen zu fassen. Doch dann die Ernüchterung: Kaum war alles vorbereitet, verschwand der Kater spurlos. Mehrere Tage blieb er trotz aufmerksamer Suche unauffindbar.
Erst Ende August tauchte er plötzlich wieder auf, der Hunger hatte ihn zurückgetrieben. Am darauffolgenden Abend hatten wir dann endlich Erfolg: Das Tier konnte mithilfe der Falle sicher gesichert werden.
Der Kater wurde als Fundtier in das Tierheim Uelzen übergeben. Bei der tierärztlichen Untersuchung geschah das Unfassbare: Der Kater war gechippt und registriert! Nach einer unglaublichen Zeitspanne von anderthalb Jahren konnten die Eigentümer informiert werden, dass ihr geliebtes Tier lebend gefunden wurde. Er hatte die gesamte Zeit über nur wenige Straßen weiter gelebt, aber offenbar den Weg nach Hause nicht mehr gefunden.

Diese Geschichte ist für uns ein weiteres Beispiel dafür, dass Chip und Registrierung über Leben und Tod entscheiden können – und dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf.

September:

Im September ergab sich die Möglichkeit, in den Uelzener Nachrichten über die Herausforderungen im Tierschutz zu berichten.

In einem Telefonat mit der Redaktion schilderten wir unseren Alltag und die Schicksale, die uns in der täglichen Arbeit begegnen.

Unter dem Titel "Weil jedes Schicksal zählt: Die Retter der Straßenkatze" wurde beleuchtet, was es bedeutet, sich ehrenamtlich für herrenlose Tiere einzusetzen.

Uns war es wichtig, durch diesen Bericht das Bewusstsein für die Situation der Straßenkatzen zu stärken und zu zeigen, dass hinter jeder Rettung viele kleine, oft unsichtbare Schritte stehen.

Wir freuen uns, dass das Thema durch die Uelzener Nachrichten und die Uelzener Versicherung Raum gefunden hat. Denn Öffentlichkeit hilft letztlich vor allem den Tieren.

Oktober:

Dass Tierschutz oft bedeutet, flexibel einzuspringen, zeigte sich ebenfalls im Oktober. Da das Tierheim Uelzen einen vorübergehenden Aufnahmestopp hatte, wurden wir um Hilfe für einen kleinen Fundkater gebeten. Kurze Zeit später gesellte sich aus demselben Ort noch ein kleines Katzenmädchen dazu. Beide fanden auf unserer Pflegestelle erst einmal einen sicheren Platz.

Natürlich ließen wir beide von uns kastrieren, doch das graugetigerte Mädchen hielt uns dabei ordentlich auf Trab: Mit artistischem Geschick befreite sie sich sowohl von ihrem Halskragen als auch vom Body und zog sich kurzerhand selbst die Fäden. Da mit OP-Wunden nicht zu spaßen ist, machten wir uns sofort auf den Weg in die Tierklinik Lüneburg. Dort wurde die Wunde fachmännisch versorgt und neu vernäht, sodass alles gut verheilen konnte.

Wie ursprünglich mit dem Tierheim abgesprochen, konnten beide Schützlinge dorthin umziehen, sobald wieder Kapazitäten frei waren. Wir freuen uns, dass wir hier so unkompliziert als „Puffer“ aushelfen konnten.

Im Oktober trat eine ganz besondere Seele erneut in unser Leben: die schneeweiße Coco (Coconut). Ihre Geschichte ist ein Zeugnis für die Beständigkeit im Tierschutz und zeigt, wie wichtig es ist, niemals wegzusehen.

Coco war für uns keine Unbekannte. Bereits 2023 hatten wir an einer Futterstelle in Salzwedel Katzen zur Kastration gesichert. Damals stellte sich heraus, dass Coco bereits bei einer früheren Aktion der Stadt kastriert worden war. Da sie jedoch weder gechipt noch tätowiert war, sah man ihr das nicht an. Erst durch unseren Einsatz wurde sie beim Tierarzt nachträglich gekennzeichnet. Ein Schritt, der ihre Identifizierung erst möglich machte.

In diesem Jahr verschlechterte sich ihr Zustand an der Futterstelle zusehends. Ihre Ohren waren schwer verletzt, weshalb Ivonne und Erika alles daran setzten, sie erneut zu sichern. Nach einigen Schwierigkeiten ging die erfahrene Streunerin schließlich in die Lebendfalle.

Am 28.10. wurde Coco in der Tierklinik Lüneburg operiert. Der Befund war niederschmetternd: Ihr linkes Ohr musste bis zum Schädel amputiert werden, das rechte teilweise. Die Pathologie bestätigte einen bösartigen Tumor am linken Ohr, der nicht vollständig entfernt werden konnte.

Coco hat Krebs, doch sie selbst weiß nichts von Diagnosen. Sie genießt einfach jede sanfte Berührung. Damit sie ihre verbleibende Zeit in Würde verbringen kann, hat sie einen Hospizplatz bei Melanie und ihrer Familie gefunden. Dort wird sie nach Strich und Faden verwöhnt.

Coco hat nur noch ein halbes Ohr, aber ein ganzes Herz voller Liebe. Sie darf nun erfahren, wie wohltuend eine sanfte Hand und wie tröstlich eine ruhige Stimme ist. Wir hoffen auf noch viele gemeinsame Momente für diese tapfere Kämpferin.

Neben der bewegenden Geschichte von Coco forderte uns der Oktober auch logistisch heraus. Ein Hilferuf aus dem Landkreis Uelzen erreichte uns: Sieben Hofkatzen standen vor einer ungewissen Zukunft, da ihr Besitzer schwer an Krebs erkrankt war und sich nicht mehr um sie kümmern konnte.

Diese sieben mutigen Mäusefänger waren keine Schmusekatzen, suchten aber dringend ein neues Zuhause mit Familienanschluss, täglichem Futter und einem trockenen Unterschlupf.

Es folgte eine Woche voller E-Mails, Telefonate und dem Durchforsten von Webseiten verschiedener Gnadenhöfe. Der Einsatz zahlte sich aus: Wir fanden für alle sieben Katzen großartige neue Plätze.

• Drei Katzen wurden vom Verein „Arme Socken“ übernommen; wir brachten sie persönlich nach Dortmund.

• Zwei weitere durften wir am selben Tag zum Katzengnadenhof der Aktiven Tierhilfe Marl/Haltern e.V. bringen.

• Zwei Schützlinge wurden zeitgleich von einem engagierten Tierfreund direkt in ihr neues Zuhause gefahren.

Gerade als wir dachten, die Mission sei erfüllt, tauchte plötzlich ein achter roter Kater auf dem Hof auf, der so tat, als hätte er nie gefehlt. Natürlich ließen wir ihn nicht zurück. Nach Kastration und Kennzeichnung brachten wir ihn etwas später zum Verein „Ein Zuhause für Tiere e.V.“.

Das alle acht Katzen innerhalb so kurzer Zeit untergebracht wurden, grenzt an ein kleines Wunder und zeigt, was Teamarbeit im Tierschutz bewirken kann.

Oktober/November:

Endlich trat in Bienenbüttel die neue Gefahrenabwehrverordnung in Kraft.

Die Gemeinde hat die Zeichen der Zeit erkannt und eine Kastrations- sowie Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen eingeführt. Damit folgt Bienenbüttel dem Beispiel anderer Kommunen im Landkreis Uelzen.

Diese Verordnung ist ein mächtiges Werkzeug, um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen und das damit verbundene Leid von vornherein zu verhindern.

Als zusätzlicher Bonus für den Artenschutz und die Sicherheit unserer tierischen Mitbewohner enthält die neue Gefahrenabwehrverordnung auch ein Nachtfahrverbot für Mähroboter – ein wichtiger Schutz für Igel und andere nachtaktive Tiere.

Im November erreichte uns ein dringender Hilferuf aus einem Wohngebiet in unserem Landkreis. Ein rot-weißer Kater sorgte dort für Aufregung: Er war hungrig, misstrauisch und geriet zunehmend in Konflikte mit den ansässigen Katzen. Die Anwohner waren besorgt, da bisherige Fangversuche fehlgeschlagen waren. „Unser Gewissen lässt es nicht zu, ihm nichts anzubieten“, schrieben uns die Finder.

Wir rückten mit unserer Falle an – und manchmal gehört im Tierschutz eben auch das nötige Glück dazu: Bereits wenige Minuten nach dem Aufstellen der Falle konnte er gesichert werden.

Bei der Überprüfung geschah das kleine Wunder: Der Kater war vorbildlich kastriert, gechipt und bei TASSO registriert! Er war erst seit wenigen Tagen von zu Hause abgängig – sein Wohnort lag gar nicht weit entfernt auf der anderen Seite des Kanals. Warum er den Weg nicht allein zurückfand, blieb sein Geheimnis, aber wir ließen es uns nicht nehmen, den Schatz höchstpersönlich zu seiner glücklichen Familie zurückzubringen.

Als Dankeschön für die Familienzusammenführung gab es eine liebevolle Spende und Nervennahrung für unser Team. Solche Momente, in denen wir ein Tier direkt wieder in seine gewohnten Arme legen können, geben uns unheimlich viel Kraft.

Die dunkle Jahreszeit wurde durch eine wunderbare Aktion erhellt, die zeigte, dass Hilfe viele Gesichter – und Klänge – haben kann.

„Auf die Lauscher“: Eine Versteigerung mit Herz

Ende November/Anfang Dezember stand alles im Zeichen der Musik. Holger und Carola vom Musikmarkt „Auf die Lauscher“ stellten eine großartige Benefiz-Aktion auf die Beine.

Bei einer großen Versteigerung konnten Musikfans Vinyl-Schätze, HiFi-Technik und detailverliebte 3D-Figuren ergattern.

Dank Holgers charmantem Moderationstalent und der Begeisterung der Gäste kamen stolze 321 Euro zusammen.

Der gesamte Erlös wurde an unsere Streuner gespendet, um ihnen Hoffnung und ein Stückchen Zukunft zu schenken. Wir danken Holger und Carola von ganzem Herzen für ihre langjährige treue Begleitung unserer Arbeit.

Dezember:

Kurz vor Jahresende führte uns ein Einsatz zurück in einen kleinen Ort im Landkreis Uelzen, in dem wir bereits vor Jahren aktiv waren. Zwei scheue Samtpfoten brauchten dringend Hilfe.

Besonders um eine Katze mit einer schweren, eitrigen Wunde machten wir uns große Sorgen. Dank der schnellen Hilfe der Anwohner gelang die Sicherung reibungslos.

Trotz umgehender medizinischer Versorgung und Reinigung der Wunde war die Katze bereits zu schwach. Sie hat die Nacht leider nicht überlebt. Wir sind froh, dass sie ihren letzten Weg nicht alleine gehen musste.

Der Kater, der mit ihr zusammen gesichert wurde, hatte mehr Glück. Er wurde am Folgetag kastriert, gekennzeichnet und konnte nach einer kurzen Erholungsphase gesund in sein gewohntes Revier zurückkehren.

Wunschlos glücklich dank der Uelzener Versicherung: Eine unglaubliche Überraschung kam kurz vor Weihnachten von der Marketing-Abteilung der Uelzener Versicherung. Das Team hat ganz gezielt Wünsche von unserer Amazon-Wunschliste erfüllt. Das Paket war prall gefüllt mit wichtigen Dingen für unsere Schützlinge und sogar einer Nervennahrung für uns Zweibeiner. Es bedeutet uns so viel, wenn Unternehmen ein Herz für den Tierschutz zeigen.

Weihnachtswunder beim Fressnapf Uelzen: Wir sind von Anfang an dabei und haben uns riesig gefreut, auch 2025 wieder eine Einladung vom Fressnapf Uelzen zu erhalten. Gemeinsam mit dem Tierheim Uelzen durften wir den Weihnachtsbaum mit den Wünschen unserer Tiere schmücken.

• Ein riesiges Dankeschön geht an die großartigen Mitarbeiter des Fressnapfs Uelzen, denn ohne euer Engagement und die tolle Organisation wäre diese Aktion nicht möglich!

• Wir danken Allen, die als „Wunscherfüller“ Futter, Spielzeug und Alltagshelfer gespendet haben. Unsere Herzen (und die Futternäpfe) sind randvoll!

Wer ist „Eure Annabell“? Eine besonders zauberhafte Überraschung erreichte uns per Post. Wir erhielten eine wunderschöne Weihnachtskarte mit einer großzügigen Spende, unterschrieben mit „Eure Annabell“. Auch wenn wir dich im Moment keiner uns bekannten Annabell zuordnen können: Wer auch immer du bist, danke von Herzen für diese berührende Unterstützung!

Bei der Weihnachtsbescherung im Fressnapf gab es einen besonders bewegenden Moment durch die langjährigen Unterstützer Anja und Bernd. Die beiden sind ein wunderbares Beispiel für eine gelungene Vermittlung: Ihre Katze Sophie war ursprünglich eine Pflegekatze des Vereins und hat bei ihnen ihr endgültiges Glück gefunden. Sie teilt sich ihr Zuhause friedlich mit Katze Molly und der Hündin Tessy. Die Freude war riesig, als Anja und Bernd dem Verein eine großzügige Spende in Höhe von 333 € überreichte. Ein riesiges Dankeschön geht an die beiden für ihre Treue und ihr großes Herz für Tiere – ein echtes "10 von 10 Pfoten"-Erlebnis mit extra Schnurrfaktor!

Ein Abschied im Schatten von Silvester

Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte uns ein Hilferuf aus der Gemeinde Rosche: Die ca. 18-jährige Hofkatze Mietzi war in einem kritischen Zustand. 

Nach dem Tod ihres Besitzers und dem Umzug seiner Frau in ein Pflegeheim lebte Mietzi allein auf dem Hof. Sie wurde zwar täglich gefüttert, jedoch hatte man den Gang zum Tierarzt gescheut.

Wir sicherten die sichtlich entkräftete Katze mit Geduld und Thunfisch und fuhren sofort in die Tierklinik Lüneburg. 

Der Befund war niederschmetternd: Verdacht auf ein bösartiges Plattenepithelkarzinom. In ihrer Maulhöhle hatten sich massive Wucherungen gebildet, das Gewebe war teilweise bereits abgestorben und der Unterkiefer verhärtet. Zudem war Mietzi abgemagert. 

Um ihr weiteres Leid zu ersparen, musste die schwere Entscheidung zur Euthanasie getroffen werden.  

Es ist ein bitterer Abschluss für 2025, wenn die einzige Hilfe nur noch die Erlösung ist, weil uns die Nachricht über ihren Zustand erst so spät erreichte.

Wir brachten Mietzi zurück auf den Hof, wo sie am Folgetag vom meldenden Ehepaar begraben werden sollte. Da wir sie auf dem verwaisten Gelände auf keinen Fall ungeschützt den Wildtieren überlassen wollten, kauften wir kurzerhand eine einfache Transportbox für sie.Am Folgetagfand sie ihre letzte Ruhe unterm Apfelbaum. 

Da wir als kleiner Verein nur über sehr begrenzte eigene Aufnahmekapazitäten verfügen, besteht ein großer Teil unserer Arbeit darin, geeignete Übernahmevereine für unsere Schützlinge zu finden. Diese Suche ist oft eine enorme Herausforderung, die uns manchmal bis an den Rand der Verzweiflung führt – doch das Glücksgefühl ist unbeschreiblich, wenn wir schließlich eine Zusage erhalten.

Wir suchen dabei ganz bewusst nach Übernahmevereine und nicht direkt nach Endstellen. Der Grund dafür ist einfach: Viele der Katzen kommen direkt von draußen. Wir kennen weder ihren Charakter noch ihr Spielverhalten gut genug, um eine seriöse Vermittlung in ein endgültiges Zuhause zu gewährleisten. Oft bringen sie zudem körperliche Baustellen mit oder sind noch sehr scheu und brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen. Übernahmevereine können diese wichtige Vorarbeit leisten.

Bei der Auswahl der Vereine sind wir sehr sorgfältig. Wir schauen uns die Vereine und ihre Vermittlungsphilosophie genau an; besonders wichtig ist uns dabei, dass Katzen – und ganz speziell Kitten – nicht in Einzelhaltung vermittelt werden. Wenn ein Platz gefunden ist, übernehmen wir viele der Fahrten selbst, um die Katzen sicher zu ihrem neuen Übergangszuhause zu bringen.

Die folgende Übersicht zeigt die starken Netzwerke, die wir 2025 für 48 Notfälle knüpfen durften:

Arme Socken e.V. (Dortmund)

• November: Drei rote Kater

Ein Zuhause für Tiere e.V. (Rosenau)

• November: Der achte rote Kater

Katzenfreunde Bissendorf e.V. (Bissendorf/Osnabrück)

• März: Mauschi und Paulchen

• März: Fundkater

• September: Lilo und Peterle

Aktiven Tierhilfe Marl /Haltern e.V. (Katzengnadenhof Marl/Haltern am See)

• November: Eine Katze und ein Kater

Katzenparadies Neustrelitz e.V.

• Juni: Oskar und Minka.

Tierhilfe Wolfsburg e.V.

• Februar: Nayla

• April: Nupsie

• Juli: Fuffi

• August: Kleines schwarzes Kitten

• September: Kitten Pablo (FIP-Verdacht, Aschaffenburg)

• September: Drei Kitten

• November: Schildpatt-Katze

Tiernothilfe Nord e.V.

• Juli: Kleines Kitten

• August: Drei Kitten und Mama

• September: Drei Kitten vom Tierheim Uelzen

• Oktober: Fünf Kitten

Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. (Tierheim Gifhorn)

• August: Vier Kitten und Mama

• August: Ein Kitten

• Oktober: Schildpatt-Katze Ella

Tierschutzverein Koblenz und Umgebung e.V. (Tierheim Koblenz)

• Januar: Joschi und Mäxchen.

Tierschutzverein Uelzen und Umgebung e.V.. (Tierheim Uelzen)

• Juni: Fundkatze

Oktober: Zwei Kitten

Tierschutzverein Peine e.V.

• Mai: Ein Kitten

Des Weiteren dürfen wir die wunderbare Botschaft verkünden, dass unser Schützling Blacky aus Rhodos kein Endzuhause mehr sucht. In Absprache mit Pflegestelle Rebecca darf er dort als Dauerpflegekater für immer bleiben.

Aufnahmen

• Oktober: Coco – Offizielle Aufnahme auf einen Hospizplatz

Vermittlungen (Endzuhause)

• Oktober: Minna und Tora

• November: Zwei rote Mädels

Auch wenn wir uns aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen im Vorstand stark zurücknehmen mussten, konnten wir bei 35 Tieren den Kreislauf aus Fortpflanzung und Elend nachhaltig durchbrechen.

Dieses Jahr hat uns an unsere Grenzen gebracht. Es hat uns gezeigt, dass wir nicht unbesiegbar sind und dass Gesundheit ein kostbares Gut ist. 

Was nehmen wir mit ins Jahr 2026?

Den Mut, weiterhin ‚perfekt unperfekt‘ zu sein. Die Hoffnung, dass unsere Kräfte Stück für Stück zurückkehren, damit wir den Tieren wieder die Stütze sein können, die sie so dringend brauchen. Wir wissen, dass wir nicht die ganze Welt retten können, aber wir werden auch im neuen Jahr – im Rahmen unserer Möglichkeiten – für einzelne Schicksale kämpfen, die unseren Weg kreuzen.

Danke, dass ihr Teil unserer Reise seid. Danke für euer Vertrauen, eure Geduld und euer Herz. Für die Tiere. Für den Tierschutz. Für jedes einzelne Leben.